Jahrestag der EDSA-Revolution
Vom 22. – 25. Februar 1986 versammelten sich auf der Epifanio de los Santos Avenue (EDSA) in Metro Manila und Umgebung mehrere hunderttausend bis Millionen Menschen um gegen Ferdinand Marcos zu protestieren. Auslöser waren massive Wahlbetrugsvorwürfe bei der Präsidentschaftswahl.
Die Menschen protestierten friedlich mit Menschenketten, Gebeten und Gesang. Sie brachten Blumen und Essen. Das Regime Marcos versuchte mit Hubschraubern und Panzern gegen den Protest vorzugehen. Jedoch verweigerten Soldaten den Gehorsam, dessertierten und stellten sich an die Seite der Menschen.
Während der Diktatur von Marcos (21. Sep 1972 bis Feb 1986) kam es zu massiven Menschenrechtsverletzungen. Zu den Methoden des Regimes zählten
- Willkürliche Verhaftungen und Inhaftieren
- Folter in Haft
- Außergerichtliche Hinrichtungen
- Verschwinden lassen
- Massaker
- Zwangsvertreibungen
- Sexueller Missbrauch
Die Anzahl der Opfer wird auf bis zu 100.000 geschätzt.
Flucht in die USA
Mit Hilfe der USA flüchtete Marcos mit 90 seiner Anhänger in letzter Minute. Die US-Streitkräfte transportieren dabei auch Koffer voller Geld, Schmuck und Cash. Schätzungen gehen von ca. 10 Milliarden aus, welche versucht wurden den Menschen von Philipinien zu rauben.
- 22 Kisten Bargeld (ca. $717 Mio. – teils philippinische Pesos)
- 300 Kisten Schmuck.
- Edelsteine im Wert von $4 Mio.
- 65 Luxusuhren (Seiko, Cartier).
- Eine 12×4 ft Perlensammlung.
- Eine 3 ft hohe massive Goldstatue mit Diamanten.
- $200.000 in Goldbarren.
- Fast $1 Mio. in philippinischen Pesos.
- Bankauszüge/Slips über $124 Mio. in US-, Schweiz- und Cayman-Inseln-Konten.
USA gewährten Marcos bis zu seinem Tod (1989) faktisch Asyl auf Hawai und lehnten jede Auslieferung nach Philipinien ab.