Berlin brennt – Feuerwehr in Not

Am 11. 12. 2022 entzündeten erneut die Berliner Feuerwehrleute die Feuertonne vor dem Roten Rathaus um auf die katastrophalen Zustände bei der Berliner Feuerwehr aufmerksam zu machen. Der “Ausnahmezustand” ist durch steigende Arbeitsbelastung und Personalmangel zum Normalzustand geworden. Rettungswagen und Rettungskräfte würde oft 30 Minuten benötigen um bei einem Notfall vor Ort zu sein, wodurch die Sicherheit der Menschen in Berlin massiv gefährdet wird.

Die Protestaktion vor dem Roten Rathaus fand nur einen Tag nach dem schweren Busunfall statt, bei dem im Stadtteil Lankwitz eine junge Fußgängerin getötet wurde. Der Einsatz nach dem Unglück warf ebenfalls ein Licht auf die Überlastung des Berliner Rettungsdienstes. Als erster Wagen sei ein Notarzt neun Minuten nach dem Notruf vor Ort gewesen, die ersten beiden Rettungswagen erst nach 20 Minuten, so die Feuerwehr. Ihr Sprecher Thomas Kirstein forderte von der Politik schnelle Verbesserungen im Rettungswesen.

„Es brennt an allen Ecken und Enden bei der Berliner Feuerwehr“, sagte CDU-Fraktionschef Kai Wegner vor wenigen Tagen. „Sie ist in den letzten Jahren massiv auf Verschleiß gefahren worden. Was müssen die Feuerwehrleute eigentlich denken, wenn sie den Streit innerhalb des Senats hören?“ Wegner bezog sich damit auf den Krach zwischen Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne), welche eine von Spranger vorgeschlagene Änderung des Rettungsdienstgesetzes ablehnte – worüber sich Spranger in der vergangenen Woche öffentlich empörte.

Berliner Zeitung – „Berlin brennt“: Feuerwehrleute protestieren vor Rotem Rathaus 
Video von Spotypost

Fotostrecke zu “Berlin brennt”

1 Kommentar

  1. Sehr schöner und vor allem wichtiger Artikel. Auch der passende Song spiegelt genau den Alltag der Berliner Feuerwehr wieder. Erst heute habe ich einen Artikel aus Hamburg gelesen, da geht es ähnlich zu.

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