Gegen ein Ende der Aufarbeitung der Verbrechen der Sowjetunion

Am 11. November 2021 beantrage die russische Staatsanwaltschaft die Auflösung von “Memorial International”. Der Schwerpunkt der Arbeit von “Memorial International” ist die Aufklärung über die sowjetische Vergangenheit mit Schwerpunkt auf der Geschichte politischer Repressionen (u.a. GULAG-System, Verbrechen des KGB usw.) und der Einsatz für Menschenrechte im heutigen Russland.

Gegen die drohende Zerschlagung von Memorial fand am 14. November und am 17. November eine Protestkundgebung vor der russiscchen Botschaft in Berlin statt. Aus Sicht der Organisatoren würde die Zerschlagung von Memorial einen irreperablen Schaden anrichten. So verfüge Memorial über einen wichtigen Schatz an Netzwerken und Erfahrungen in der Aufarbeitung der sowjetischen Geschichte. Es sei auch ein Verlust für einen kritischen Umgang mit der eigenen (russischen) Geschichte und den Verbrechen des sowjetischen Systems, welche bis heute in der russischen Gesellschaft nachwirken.

Redebeiträge vom 17. November