Wagenplatz geräumt

Am 15. Oktober 2021 wurde der Wagenplatz in der Köpenicker Straße mit einem richterlichen und rechtskräftigen Räumungsbefehl geräumt. Der Wagenplatz selbst war das zu Hause und die Heimat von ca. 50 bis 80 Personen.

Bereits am Vortag wurde von der Polizei eine rote Zone eingerichtet, die nur von berechtigten Personen betreten werden durfte. Aus Protest gegen die Räumung fanden drei Kundgebungen statt. Die Polizei selbst war mit 2000 Einsatzkräfte (davon 700 aus anderen Bundesländern und Bundespolizei) im ganzen Stadtgebiet von Berlin im Einsatz.

Die Bewohner des Wagenplatzes und ihre Unterstützer hatten in den Tagen und Wochen vorher die Abgrenzung des Wagenplatzes mit Schutt und Blechen massiv verstärkt. Die Polizei musste zur Überwindung der “Köpimauer” zwei Räumpanzer und schweres Räumgerät einsetzen. Während der Räumung wurde die Polizei fast durchgehend sehr schrill aus der Köpi beschimpft. Die Räumfahrzeuge wurden massiv mit Bomben (Wasserbomben) beworfen. Vereinzelt kam es zu Würfen von Flaschen auf die Einsatzkräfte. Primär war jedoch der Widerstand eher symbolischer und lauter Art. Mehrere Personen hatten sich in den Baumkronen verschanzt.

In Rahmen der Räumung und den Kundgebungen kam es zu ca. 21 Festnahmen und der Einleitung von Strafverfahren wegen leichter bis schwerer Delikte.

Räumung aus Sicht der Köpi und deren Unterstützer

Kommentar

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