Gedenken an Liebig34

Am 10. Oktorber 2021 fand anlässig des Jahrestages der Räumung des linken Hausprojektes “Liebig34” eine Kundgebung statt. Die Kundgebung selbst verlief lautstark und friedlich. Vor Ort waren mehrere hundert Menschen um auf die Problematik von Gentrifizierung und Vertreibung aufmerksam zu machen. Ausführlich wurde über die Handlungen des Immbolienspekulanten Padowicz gesprochen, welcher mit fragwürdigen Methoden am Rande der Legalität agieren soll.

Für viele Teilnehmer und auch Redner war die Liebig34 ein besonderer Ort.Und ist durch die Räumung eindgültig zu einem Symbol für den Kampf um ein selbstbestimmtes Leben und das Recht auf Wohnen geworden. Doch auch die Erinnerung an die “Liebig34” fanden ihren Raum. eine Rednerin sprach zu ihren Gefühlen und Erinnerungen zu diesem Hausprojekt und was es für sie als Heimat und zu Hause bedeutet, aus dem sie vertrieben wurden.

In anderen Redebeiträgen gingen die Redner auf die Situation des Wagenplatzes in der Köpi (Köpenicker Straße) und die Hausprojekte in der Rigaer Str. ein.

Die Kundgebung fand ohne besondere Zwischenfälle statt. Nach der Kundgebung gab es einen Demozug durch Friedrichshain bis zur Oberbaumbrücke und dann in Richtung wagenplatz in der Köpenicker Str.. Diese wurde vom Volksboten nicht begleitet.

Nachtrag: Laut mehreren Informationsquellen kam es etwa ab der Oberbaumbücke zu Böller-und Flaschenwürfen auf die eingesetzten Einsatzkräfte der Polizei. Dabei soll es auch zu mehreren Festnahmen gekommen sein.

Nach Angaben eines Polizeisprechers kam es zu 24 vorübergehenden Festnahmen wegen Delikten wie Landfriedensbruch, Sachbeschädigung oder Widerstand gegen Polizeibeamte. Nach Aufnahme der Personalien seien aber alle Personen wieder freigelassen worden.

Tagesspiegel – Rund 1500 Autonome ziehen zur „Köpi“ – Krawalle vor dem Wagendorf

Versammlungsauflaggen nicht mit notwendigen Ernst gewürdigt

Für einige Verzögerungen sorgte die Unfähigkeit der Versammlungsleiterin die Versammlungsauflagen sachlich und ordentlich vorzulesen. Das Vortragen der Versammlungsauflagen ist eine ernste und höchst bürokratische-autoritäre Angelegenheit und sollte auch in einen angemessenen Tonfall vorgetragen werden, statt diese nur sinnbefreit und hastig runterzurattern oder in eine pseudorevolutionär-pubetären Redestil zu verfallen. Wie sollen denn die Anwesenden die Schönheit und Erhabenheit dieses Ausdrucks der bürokratischen Vollendung der Versammlungsfreiheit erfassen, wenn durch diese im Tempo eines ICE durchgerast wird? Diese völlige Missachtung der Bedeutung von Versammlungsauflagen führte zu einer Verzögerung von fast einer halben Stunde, da die Polizei zweimal selbst die Versammlungsauflaggen vorbildlich vorlas, jedoch die Versammlungsleitung nicht in der Lage war dies zu erfassen und umzusetzen. Die Versammlungsauflagen selbst enthielten nur das übliche, wie es bei jeder Versammlung üblich ist bzw im Versammlungsgesetz vorgeschrieben ist.

Der Volksbote sieht sich leider gezwungen den Versammlungsauflagen einen eigenen Redebeitrag zu widmen.

Volksbote zum Vortragen der Versammlungsauflagen in angemessenen Tonfall und Ernsthaftigkeit

Fotostrecke und Redebeiträge

Hinweis: Die Fotos der Plakate gehören nicht zur Kundgebung selbst. Jedoch zeigen sie das Anliegen der Teilnehmer, weshalb diese in die Fotostrecke aufgenohmen wurden. Die Fotos sind an der Bezeichnung als “Umgebungsfoto” in der Beschreibung erkennbar.

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