Recht auf Leben – Recht auf Selbstbestimmung

Am 18. September 2021 fand in Berlin der “Marsch für das Leben” statt. Am Brandenburger Tor versammelten sich ca. 5000 Menschen aus allen Gesellschaftschichten des christlichen Spektrums um auf das Lebensrecht der noch ungeboren Kinder aufmerksam zu machen. Auch zu anderen Bereichen des menschlichen Lebens wurde Bezug genommen, da das Leben von der Zeugung bis zum Tode geht.

Der “Marsch für das Leben” fand im Gegensatz zu den letzten Jahren ohne größere Störungen statt. Einer der Gründe dürften die Gerichtsprozesse der letzten Monate gewesen sein, bei denen die Justiz in der Turmstraße klar stellte wo die Grenzen der Meinungsfreiheit sind und das Strafrecht mit Geldstrafen im drei und vierstelligen Bereich anfängt.

Tausende Christen setzen bei Botschaft von Nord-Korea ein klares Zeichen

“Marsch für das Leben” geht über Nord-Korea

Aufgrund einer Routenänderung musste der Marsch für das Leben durch die Glinkastraße. Dort passierte er auch die Botschaft von Nord-Korea. Und so manchen teilnehmer sah man an, dass er mit seinen Gedanken bei seinen Glaubenbrüdern in den Folterkammern und Arbeitslagern von Nord-Korea war.

Und so sandte der Zufall ein deutliches Zeichen an das Land welches seit Jahren auf Platz 1 in der Verfolgung von Christen steht. In Nord-Korea kann bereits der Besitz einer Bibel oder auch nur die Erwähnung dazu führen, dass ganze Familien und Generation für immer spurlos verschwinden. Das die Gegner des Marsch für das Leben sich auf die (Straßen)Seite Nord-Koreas und neben die Botschaft stellten mag Zufall gewesen sein.

Für das Recht auf Selbstbestimmung

Auf der anderen Seite des Brandenburger Tor versammelten sich einige hundert Menschen um auf das Selbstbestimmungsrecht der Frauen aufmerksam zu machen. Denn zu oft sind es die Frauen die alleine mit der Entscheidung und den Konsequenzen einer Schwangerschaft gelassen werden. Zu oft würden soziale und wirtschaftliche Aspekte die Frauen zwingen zwischen Karriere und Kind zu entscheiden. Und zu oft würden es sich die Männer zu einfach machen, denn welcher Mann würde schon wissen wie er entscheiden würde – wenn er denn als Frau schwanger wäre und zwar mit all der damit verbunden Verantwortung und mit all den damit verbundenen Folgen einer Entscheidung für oder gegen ein Kind.