Klimagerechtigkeit oder Klimadiktatur

Bei Grundrechte und Demokratie in der Schule gestreikt

In den letzten Tagen habe ich einige Kundgebungen der Klimaretter von RiseUp begleitet. Üblicherweise würde ich jetzt schreiben was deren Anliegen und Thema war und wie der Verlauf war.

Doch was wenn das eigentliche Thema angefangen wurde überdeckt und überlagert zu werden? Was wenn bei den von mir begleiteten Kundgebungen es plötzlich um ein anderes Thema ging und man jeden demokratischen und zivilisatorischen Lack entfernte?

Im Rahmen der RiseUp-Versammlungen kam es durch Teilnehmer und Versammlungsleitung zu einen massiven Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Es wurde offen an Megphon und Mikros dazu aufgerufen gegen einen Journalisten vorzugehen und diesen in seiner Tätigkeit massiv zu behindern. Am Rande einer dieser Veranstaltungen stellte ich an einen Teilnehmer eine einfach Frage – wie würden wohl die Schlagzeilen und Artikel lauten, wenn es eine patriotische Versammlung gewesen wäre und Journalisten dort so angefeindet wären?!

Werte Klimaretter – ihr sagt ihr steht für eine bessere Zukunft und kreuzt dabei die Finger zum Gruß? Eine Zukunft in der Grundrechte keine Bedeutung haben und nur nach Willkür gelten – ist keine bessere Zukunft sondern die Wiederholung einer finsteren Vergangenheit. Es wäre die Wiederholung von Diktatur und Willkür.

Gestern und auch heute lief es mir kalt den Rücken runter als recht unfreundlich begrüßt wurde und man mir deutlich zu verstehen gabt unerwünscht zu sein. Ein Sprechchor aus hundert Mündern erscholl dazu gestern laut in der Friedrichstraße. Ein Schauer lief mir kalt den Rücken runter – denn die Zukunft die ich bei euch sah war geprägt von Stacheldraht, Mauerbau, Wachtürme und Lager in die ihr jene stecken werdet die nicht in eure Zukunft passen. Eine Zukunft in der ihr Machtmissbrauch und Gewalt gegen jeden ausüben würdet der es wagen würde kritisch und unbequem zu sein.

Ein Teilnehmer von euch fragte mich, warum ich mich nicht zu euch setze – sofort erscholl es “rede nicht mit dem Nazi”. In eurer Zukunft würde ich wohl sitzen – sich sitzen hinter Meterhohen Mauern gekrönt mit Stacheldrahtrollen und Wachtürmen mit Schießbefehl. Die Fenster hätten Gardinen aus Schweden und Türen aus Stahl. Und das soll eine bessere Zukunft sein?

3 Kommentare

  1. Na jaaa, ich möchte mal sehen, was deine Stammleser:innen machen, wenn ich mich mit meinen “Nazis raus”-Sticker in eure Lieblingskneipe setzen will. Dann würde ich anschließend genau den gleichen Bericht schreiben, oder? Es spielt nun mal nicht jeder mit jedem gern …

    • Zwischen einer Kneipe und einer öffentlichen Versammlung gibt es schon einige Unterschiede. Und im Rahmen meiner journalistischen Tätigkeit tauche ich auch nicht in einen politischen Outfit auf – den Grund für mein Outfit kann man gerne mal nachfragen, es ist in erster Linie praktischer Natur. Und wenn du schreibst es würde dann keinen Unterschied machen – scheint hinter dem Toleranz- und Demokratiegefasel samt Antifaschismus doch nicht sehr viel zu stecken. Was dann dahinter steckt und übrig bleibt wäre nur ein autoritärer und faschistoider Sauhaufen mit massiven Vorurteilen, ein Sauhaufen der sich selbst als Antifaschisten bezeichnet

      Persönlich habe ich kein Problem mit Menschen in einen Antifa-Outfit – solange diese sich an die Mindestnormen einer guten Kinderstube halten.

      PS: Da ich selbst keinen Alkohol trinke habe ich keine Lieblingskneipe

    • Den Unterschied zwischen einer Kneipe und einer öffentlichen Versammlung muss ich erklären? Muss ich wirklich erklären warum auch ein kritischer Journalismus wichtig ist? Bei meinen journalistischen Einsätzen bin ich zwar erkennbar – jedoch ohne jede politische Botschaft unterwegs. Das Thema dieser Versammlungen ist übrigens Klima bzw Umwelt und nicht wie autoritär und faschistoid ist die Antifg

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