Gedenken an Opfer von Staatsgewalt

Am 3. August 2021 gedachten ca. 100 Menschen in Potsdam den Opfern von Staatsgewalt in Zusammenhang mit den Protesten am 1. August 2021.

Familienvater stirbt bei Protesten am 1. August

Am 1. August 2021 starb im Polizeigewahrsam ein Familienvater der an einer unangemeldeten Demonstration teilnahm. Nach den ersten Obduktionsergebnissen soll die Todesursache Herzinfarkt gewesen sein. Der Familienvater soll bereits bei seiner Festnahme über einschlägige Symptome geklagt haben, jedoch eine ärztliche Behandlung abgelehnt haben. Erst beim zweiten Auftreten der Symptom in einer Polizeidienststelle erklärte er sich mit der Hinzuziehung eines Arztes einverstanden.

Gedenken in Potsdam – da in Berlin Verbot droht

Aus Anlass des tragischen Todesfalles rief u.a. Björn “Banane” Winter zu einer Gedenkveranstaltung in Potsdam am 3. August auf. Nach Worten von Herrn Winter würde Berlin pauschal alle Versammlungen der Massnahmekritiker verbieten, weshalb es dort unmöglich gewesen wäre eine Gedenkveranstaltung durchzuführen.

Obwohl bisher keiner genau sagen kann was genau passiert ist, äusserte mancher Redner seine feste Überzeugung dass egal wie die Polizei schuld sein muss, denn ein 49jähriger Mann könne nicht einfach an Herzinfarkt sterben (Anm. – Dazu vielleicht vorher mal einen Arzt fragen).

Redner mit eigenen Erlebnissen zu Repression und Staatsgewalt

Michael (Cpt. Future) berichtete über
eigene Erlebnisse mit Polizeigewalt und
Repression

Andere Redner waren in der Lage das Thema Polizeigewalt im Zusammenhang mit den Demonstrationen des “Querdenkermilieus” und der Coronmassnahmekritiker klar anzusprechen. Und so mancher Redner erzählte aus seinen eigenen Erleben mit Polizeigewalt und Repressionsapperat im Verlauf der letzten Monate. Arne Schmitt setzte mit seinem Piano der Gedenkveranstaltung einen würdigen und angemessenen musikalischen Rahmen. An der Gedenkveranstaltung nahmen ca. 100 Menschen teil.

Polizei in zurückhaltender Präsenz

Da in Potsdam immer mit Konfrontationen und Störungen zwischen Anhängern unterschiedlicher und gegensätzlicher Meinungen zu rechnen ist, zeigte die Polizei eine deutliche aber zurückhaltende Präsenz. Genaue Zahlen wollte die Einsatzleitung nicht verraten, so dass der Volksbote etwa eine Hundertschaft vor Ort schätzen würde.

Während der Gedenkveranstaltung kam es jedoch nur zu vereinzelten Unmutsbekundungen von Passanten, jedoch zu keinen nennenswerten Störungen. Zwei etwas hitzigere und lautstärkere Passanten mussten von der Polizei freundlich aber bestimmt von der Versammlungsfläche entfernt werden.