Behinderte sind keine Menschen zweiter Klasse

Am 5. Mai 2021 war der “Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Behinderten”. Mit diesen Protesttag soll auf die Benachteiligungen und Einschränkungen von behinderten Menschen in Alltag und Politik aufmerksam gemacht werden. In Berlin fanden aus Anlass zu diesen Tag mehrere Protestaktionen statt.

Am Brandenburger Tor machte der ISL in einer symbolischen Aktion auf die immer noch bestehende Behinderung von Menschen im Alltag aufmerksam. Ein Geldautomat mit Stufen zeigte wie schwer es Behinderte haben, weil bei der Planung und Nutzung des öffentlichender Raumes oft deren Einschränkungen vergessen oder ignoriert würden.

Mit einem am Brandenburger Tor installierten Geldautomaten, der nur über Stufen erreichbar ist, zeigt die ISL auf plastische Weise einen zentralen Fehler im sogenannten Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) auf: Die bauliche Umwelt bleibt bei den gesetzlichen Regelungen außen vor. Etliche Menschen im Rollstuhl und mit einem Rollator haben mühsam versucht den Geldautomaten zu erklimmen – erfolglos.

Pressemitteilung – Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL)

Übergabe von Forderungen an Landespolitik

Am Roten Haus übergaben Vertreter mehrerer Organisationen in einen symbolischen Akt ihre Forderung an die Berliner Landespolitik zur Verbesserung der Teilhabe und Inklusion von Behinderten Menschen. Sozialsenatorin breitenbach musste sich ein deutliches Pfeifkonzert für die noch mangelhafte Landespolitik anhören und die Benachteiligung von Menschen durch die Politik und Gesellschaft anhören.

Medienprojekt zum Alltag mit Einschränkungen

Um 12 Uhr startete auch ein Medienprojekt zum Alltag von Menschen mit Behinderung. Das Videomagazin “Das bin ich” informiert mit unterschiedlichen Beiträgen zum Alltag mit Einschränkungen.

Das bin ich (Trailer)