Wenn Widerstand und Glaube von Folter und Tod bedroht ist

Am 11. März 2021 besuchte der Volksbote eine Gruppe von Menschen die einen unmenschlichen Regime seit Jahren die Stirn bieten. Einen Regime für das Menschenleben keine Rolle spielen und nur die Ideologie zählt.

Vor der Botschaft von Nord-Korea versammelt sich jeden Donnerstag eine kleine Gruppe von Menschen um auf das Schicksal der Menschen im abgeschottesten Land der Welt aufmerksam zu machen. Ein Land in dem außer der Juche-ideologie und dem „Obersten Führer“ Kim Jong-un nichts existieren darf.

Nur im Geheimen können sich dort Christen zum Gottesdienst versammeln und ihren Glauben ausleben. Denn in Nord-Korea ist nur ein Platz für sie vorgesehen und zwar in einen der sogenannten Arbeits- und Straflager, welche von der UN als Konzentrationslager eingestuft wurden.

Wenn Christen entdeckt werden, ist es unerheblich, ob sie Nachkommen der christlichen Gemeinschaften aus der Zeit vor dem Koreakrieg sind oder auf andere Weise zum christlichen Glauben gefunden haben (beispielsweise während der großen Hungersnot in den 1990er-Jahren, die zehntausende Nordkoreaner dazu veranlasste, in China nach Hilfe zu suchen, die sie oft bei chinesischen Christen fanden). Werden Christen entdeckt, werden sie in Arbeitslager verschleppt und wie politische Gefangene behandelt oder sogar auf der Stelle getötet. Ihre Familien erwartet dasselbe Schicksal. Christen haben keinerlei Raum in der Gesellschaft; andere Christen zum Gottesdienst zu treffen ist nahezu unmöglich und wenn es jemand wagt, muss dies in äußerster Geheimhaltung geschehen. Die Kirchengebäude, die den Besuchern in der Hauptstadt Pjöngjang gezeigt werden, dienen lediglich Propaganda-Zwecken.

Open Doors zur Situation von Christen in Nord-Korea


Regelmäßig werden die Wohnungen der Menschen in Nord-Korea nach regierungsfeindlichen Materialien durchsucht. Kinder werden systematisch zu ihren Familien ausgefragt. Als ein Kind ausplauderte, dass seine Oma eine Bibel in einem Kissen versteckte, verschwand daraufhin die ganze Familie in ein Straflager.

In den Straflagern Nord-Koreas werden nach Schätzungen mehrere hunderttausende Menschen festgehalten. Täglich müssen sie 18 Stunden Schwerstarbeit leisten bis sie vor Erschöpfung oder durch Folter sterben. Der Überlebende Kim Tae Jin berichtete von Menschen die gezwungen wurden bei Regen nackt auf ungelöschten Kalk (Ätzkalk) zu sitzen. Und so schwerste Hautverbrennungen erlitten. Andere verstümmelten sich selbst (abhacken der Finger) um der Schwerstarbeit zu entgehen.

Im Folterlager wegen ihren Glaubens

Stellvertretend für die Menschen in Nord-Korea möchte die Mahnwache auf Kim Jong-Uk, Kim Kuk-Gi und Choe Chun Gil aufmerksam machen. Drei Menschen die seit Jahren wegen der Verbreitung ihres Glaubens in den Folterlagern Nord-Koreas darben müssen. Mit einer Postkartenaktion kann jeder dem Regime Nord-Koreas zeigen, dass diese Menschen in Nord-Korea nicht vergessen sind. Die Postkarten können jeden Donnerstag von 14.00 bis 15.00 Uhr bei der Mahnwache in der Glinkastraße abgeholt werden.

Im Gespräch erfuhr der Volksbote, dass die Sprecherin der Mahnwache guten Mutes ist und nicht aufgeben wird. Denn so wie die Mauer in Berlin fiel wird auch das Regime in Nord-Korea fallen. Und ihre Waffe gegen das Regime sei das Gebet, denn der Mensch denkt und Gott lenkt.

Kommentar

Wer einmal wissen möchte wie es Menschen unter einen unmenschlichen Regime ergeht, dass keinerlei Kritik duldet, dem sei die Mahnwache vor der Glinkastraße 5-7 empfohlen. Jeden Donnerstag von 14 bis 15 Uhr stehen dort Menschen die es euch erklären können. Man kann übrigens auch mit dem Auto dahin fahren, wenn nicht laufen will.