Gedenken an den Kampf für das tibetische Volk

2021-03-10 - Berlin - Gedenken an die Niederschlagung des tibetischen Volksaufstandes am 10. März 1959 durch chinesische Truppen

Am 10. März 2021 gedachten Menschen der Niederschlagung des Volksaufstandes der Tibeter durch chinesische Truppen. Das Gedenken fand gegenüber der chinesischen Botschaft an der Janowitzbrücke in Berlin statt.

Tibeter und Uiguren gemeinsam für kulturelle Identität und Freiheit

Für die Tibeter ist der 10. März 1959 der Beginn des Kampfes für ihr Volk und der Kampf um den Erhalt seiner kulturellen Identität. Die chinesischen Medien berichten zwar wie gut es die Tibeter nun hätten und was für Fortschritte die kommunistische Partei ihnen bringt, doch dies sei nur eine halbe Wahrheit.

In den Schulen würden die Kinder von ihrer tibetischer Kultur entfremdet und entwurzelt werden. Die Verwendung der tibetischen Sprache sei kaum erlaubt. Ziel dieser Maßnahmen ist die Zerstörung der tibetischen Identität und damit auch die Auslöschung des tibetischen Volkes. Denn ein Volk ohne Identität existiert nicht mehr. Und alles habe sich in China dem Willen der Machthaber und der kommunistischen Partei unterzuordnen.

Wer sich nicht dem Willen der komunistischen Machthaber beugt, den erwarten Verfolgung, Gewalt, Folter und langjährigen Haftstrafen. Und dafür reicht schon wenig aus, wenn die Machthaber es als Widerstand und Aufbegehren sehen. Einen tibetischen Jugendlichen seien zwei Beine gebrochen worden, nur weil er einen unangemeldeten Chatroom betrieben habe. Oft würden Menschen verfolgt, gefoltert und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, wenn diese sich für den Erhalt der tibetischen Kultur und Identität einsetzen.

Am Gedenken nahm auch ein Vertreter der Uiguren teil, welche ebenfalls von China verfolgt werden. Denn in totalitären Denkmustern und Ideologien darf nichts existieren was eine abweichende Meinung hat.