Rigaer94-Protest auf Potsdamer Platz

Am 10. 03. 2021 versammelten sich mehrere Menschen auf dem Potsdamer Platz zur Kundgebung für die Rigaer94. Anlass ist eine bevorstehende Brandschutzbeghung durch den Eigentümer des Hauses. Aus Sicht der Besetzer handelt es sich nur um einen Vorwand für eine mögliche Räumung. In der Nähe des Versammlungsortes befindet sich die Rechtsanwaltskanzelei des Eigentümers.

Anlass der Brandschutzbegehung ist eine Prüfung der Örtlichkeiten wegen nicht mit dem Eigentümer abgesprochenen Umbaumassnahmen, möglichen Veränderungen an der erlektrischen Anlage und einiges mehr, wodurch eine mögliche Gefahr für die Bewohner bestehen soll.

Die entsprechenden Vorwürfe sind seit ca. 2016 bekannt und aktenkundig. Eine Prüfung der Zustände vor Ort konnte bisher nicht erfolgen, da diese u.a. vom Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) und Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (Grüne) mit zum Teil rechtswidrigen Methoden verhindert wurde.

Die Versammlung selbst verlief nach Kenntnissen des Volksboten bisher ohne besondere Vorkommnisse. Zwei Teilnehmern der Versammlung wurde freundlich von der Polizei der Versammlungsort gezeigt als dem Volksboten ein Gespräch aufzwängen wollten.

Kommentar

Der Volksbote und die Rigaer94 haben manches gemeinsam. Manchen gelten diese als Symbol und was wirklich dahinter steckt weiß niemand. Bei der Rigaer94 handelt es sich um ein früheres besetztes Haus, welche jedoch vor ca. 30 Jahren legalisiert wurde. Die Bewohner des Hauses besitzen gültige Mietverträge. Seit Jahren gibt es Streit mit dem Eigentümer, da die Mietverträge sehr günstig für die Mieter sind. Und Medien und Politik bedienen sich gerne der Klischees, Mythen und Symbole dieser Straße die von den Bewohnern der “besetzten” Häuser (alle legalisiert übrigens) nur zu gerne in der Außendarstellung benutzt werden.

Im Umfeld der Rigaer Straße kommt es regelmäßig zu Auseinandersetzunegn mit der Polizei und Straßenschlachten. Leider hat die Rigaer Straße einen gewissen Symbolstatus bekommen, der zu oft bestätigt wird. Was vielleicht auch an einer Außendarstellung der Bewohner selbst und deren Umfeldes liegt, welches eine entsprechende Klientel anspricht und anzieht.

Positiv findet der Volksbote, dass er ungestört von den Versammlungsteilnehmern seiner journalistischen Tätigkeit nachgehen konnte. Denn zur Tätigkeit des Volksboten gibt es genauso viele Mythen wie zur Rigaer94 – die beim Volksboten definitiv falsch waren und sind.

Da die Redebeiträge leider nicht zu hören waren und auch die Zeit drängte entschloss der Volksbote sich etwas früher los zu fahren. Und eine kleine Bitte – die Transparente immer so halten, dass ich diese von meinen Standort fotografieren kann – ich wäre gerne näher an eurer Kundgebung gewesen um euren Redebeiträgen zu lauschen, aber dies werde ich nur in Absprache mit euch und der Polizei machen. Denn auf Klischeebilder kann ich auch in eurem Fall gerne verzichten, und ihr wohnt nun einmal im gleichen Bezirk wie ich – und irgendjemand würde dann schreiben Bürgerkrieg durch Friedrichshain verursacht. Straßenschlachten, brennende Barikaden, totaler Wassermangel wegen Wasserwerfereinsatz oder ähnliches. Mal abgesehen davon, dass bestimmte Kreise mich nutzen könnten um euch richtig in die Pfanne zu hauen.

Denn sind wir mal ehrlich für manche bin ich der ewige Nazi und ihr nur die ewigen vollpsychopathischen Steineschmeisser die plündernd und alles zerstörend durch Berlin ziehen. Und genau dies hätten diese Kreise doch zu gerne auf ewig bestätigt.