“Wir kriegen die Krise!” – Kundgebung zum Frauentag

Am 8. März 2021 versammelten sich mehrere hundert Menschen im Invalidenparkum unter dem Motto “Wir kriegen die Krise!” um auf die Probleme der Frauen und im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen.

Durch die aktuelle Corona- Krise hat sich die Situation für viele Arbeiterinnen und insbesondere für Frauen und queere Menschen weiter verschlechtert. Die ohnehin prekären Bedingungen in den sogenannten systemrelevanten Berufen im Pflege- und Gesundheitssektor haben sich zusätzlich verschärft. Überwiegend Frauen* arbeiten in diesen Berufen und sind konfrontiert mit Personalmangel, ungenügender Bezahlung und fehlender Anerkennung. Auch die oft unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit in der Familie wird überwiegend von Frauen* und Queers übernommen und in Zeiten der Pandemie häufig auch noch die Kinderbetreuung im Home-Office.

In mehreren Redebeiträgen wurde darauf hingewiesen wie die Sogenannte “Cornakrise” die Arbeitsbedingungen massiv verschlechter hat. Man würde in Medien und Politik zwar von systemrelevanten Berufen sprechen, jedoch sind Ausbeutung zur Profitmaximierung an der Tagesordnung. Die Probleme seien jedoch nicht neu, sie würden jetzt nur medial sichtbar. Die Arbeitsbedingungen würden fast ausnahmslos zu Lasten der im Gesundheitswesen tätigen Menschen gehen und zu Lasten von Qualität und Sicherheit. Und zu oft können sich Menschen in Deutschland weder eine ausreichende noch eine gute Gesundheitsversorgung leisten. Gesundheit ist zu oft eine Frage des Geldes. Und weltweit würden Proteste der Menschen unter dem Vorwand von “Corona” erschwert und kriminalisiert.

Statt eines rein profitmaximierten Gesundheitswesens, forderten die Redner ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen an deren Kosten sich alle Menschen beteiligen. Das Gesundheitswesen und die Pharmaindustrie sollten verstaatlicht werden.

Die Situation der Frauen in der Gesellschaft wurde als immer noch schwierig bezeichnet. Oft würden diese weder als Mensch selbst noch im Beruf respektiert. Die Frauen würden zwar als systemrelevant bezeichnet werden aber zu oft entmenschlicht. Und deren Bedürfnisse zu oft der Gewinnmaximierung geopfert werden.

Gut erkennbar sei dies bei Schwangeren, wie eine Rednerin des Geburtshaus Mayer ausführte. Während und nach der Schwangerschaft sind Frauen besonders angreifbar. Und was passiert? Statt Hilfe und Unterstützung erfahren die Frauen oft nur eine Katalogisierung und Pathologisierung. Auf die Bedürfnisse der Schwangeren würde nicht eingegangen werden. Ihnen würde sogar das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen werden. Wchtig sei nicht die Schwangere und das ungeborene Kind sondern die Gewinnmaximierung um jeden Preis. Durch Überangebote würde man die Menschen verunsichern, statt echte Information und Unterstützung zu geben. Die Schwangeren würde man so zu reinen Objekten degradieren und dabei Grenzen überschreiten. Und die Mittel zur Gewinnmaximierung zu Lasten der Schwangeren und auch der Kinder seien Medikamente und operative Maßnahmen (z.B. Kaiserschnitt) – deren einziger Zweck es oft ist mit Schwangerschaft und Geburt soviel wie möglich Gewinn zu machen.

Weitere Themen waren noch Feminismus und die Forderung nach Abschaffung der Paragraphen 218 und 219 des StGB (Legalisierung Abtreibung)

Angriff auf Volksboten

Bei seinen journalistischen Einsatz wurde der Volksbote diesmal nicht nur verbal sondern auch körperlich angegriffen. Eine Person mit sehr guten Draht zur Anmelderin machte vor Ort nicht nur Leute auf den Volksboten aufmerksam, sondern versuchte auch mehrere Männer so zu postieren, dass sie den Volksboten behindern sollten.

Interessant war noch ein weiterer Vorfall. Als der Volksbote von zwei Männern angegriffen und leicht verletzt wurde, griff die Polizei zwar ein aber stellte sich schützend vor die Angreifer um diese so vor Aufnahmen abzuschirmen und entkommen zu lassen. Dem Volksboten selbst wurde ein Platzverweis angedroht, wenn es erneut zu einem Zwischenfall kommen würde. Es ist schon sehr ungewöhnlich dem Opfer einer Straftat den Platzverweis anzudrohen und noch ungewöhnlicher wenn die Polizei die Angreifer nicht nur schützt sondern auch gleich deren Identifizierung versucht möglichst zu verhindern. Möglichst medienwirksam werden doch sonst bei Festnahmen die Personen medial präsentiert. Doch diesmal? Das genau Gegenteil war der Fall und möglichst unerkannt sollten die Angreifer bleiben und wohl auch entkommen.

Handelte es sich bei den Störern und Angreifern an diesem Tag vielleicht nicht mal um Teilnehmer im üblichen Sinn, sondern um staatliche Akteure die gezielt und klar rechtswidrig gegen einen freien und unabhängigen Journalisten eingesetzt wurden?! Denn von den Teilnehmern der Versammlung selbst kam es zu keinen Angriffen oder Störversuchen. Kann es sein, dass von staatlicher Seite ein Interesse besteht, den Volksboten zum Anfertigen und zur Veröffentlichung von Bildern zu animieren die zwar journalistisch und fotografisch uninteressant wären aber ideal um Menschen zu identifizieren? Es staatliche Stellen jedoch noch lieber sähen, wenn der Volksbote nicht mehr über gesellschaftskritische und/oder sozialkritische Proteste berichtet?

Denn normalerweise würde man einen Journalisten des staatlichen Fernsehens oder der Massenmedien nur berichten lassen – 8. März ein feministischer Kampftag – und Feministen gegen Patriarchat und für Abtreibung. Und das ganze dann mit ausgewählten Bildern garnieren. Und so den Ursprung des 8.. März als ein Tag in dem es um Gleichberechtigung und auch soziale Fragen ging in den Hintergrund drängen. Also von systemrelvanten Fragen ablenken, denn nichts anderes ist Aufgabe der sogenannten Genderpolitik und anderen neolinksliberalen Denkmodellen. Denkmodellen die Frauen oft auch nur zum hilflosen Objekt finsterer Mächte degradieren und in erster Linie dazu dienen, sozialkritische Bewegungen in ungefährliche und stabilisierende Bahnen zu lenken..