Gefahrenherd Rigaer Straße als PR-Fake der Grünen

Gefahrenherd Rigaer Straße - denn hier ist keine Fahrradstraße erkennbar

Unter massiver Gefahr für Fahrrad und Gesundheit musste der Volksbote heute in der berüchtigten Rigaer Straße recherchieren und erlebte grauenvolles. Eine Straße die wie keine andere für eine massive Gefährdung von leben und Gesundheit steht. Doch für die Leser nahm der Volksbote das Risiko auf sich und recherchierte vor Ort. Welche Risiken der Volksbote bei seiner Recherche in dieser engen Todesfalle des Grauens eingehen musste lässt sich nur schwer beschreiben.

Was die Recherche so gefährlich machte sind nicht die Anwohner der Rigaer, sondern die Nutzung der Rigaer als Fahrradstrecke. Im September 2020 kündige das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die Errichtung einer Fahrradstraße zwischen der Lichtenberger Straße und dem S-Bahnhof Frankfurter Allee. Auf der 3km langen Strecke sollten laut Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann in Zukunft Radfahrer bequem und sicher parallel zur vielbefahrenen Karl-Marx-Allee mit nur unzureichenden Radweg und der Frankfurter Allee fahren können.
Während auf den Streckenabschnitt von Palisadenstraße und Weidenweg die Schilder schnell aufgestellt wurden und die Farbahnmarkierungen erfolgten, sieht dies ab Bersarinplatz in der Rigaer Straße anders aus.

„Wir schaffen auf einer Strecke von 3 Kilometern mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende und folgen damit den Zielen des Berliner Mobilitätsgesetzes. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, tut etwas für den Klimaschutz. Auch deshalb brauchen wir mehr fahrradfreundliche Straßen“, erklärt Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann.

Pressemitteilung des BA Friedrichshain-Kreuzberg vom 22.09.2020
Überbequerung der Petersburger Str.
am Bersarinplatz

In der Rigaer Straße bietet sich das gleiche Bild wie seit Jahrzehnten. Eine enge Seitenstraße von der Breite eines LKW und gleichberechtigten Kreuzungen in der nichts an eine Fahrradstraße erinnert. Kein Schild und keine Markierung sorgt für mehr Sicherheit und informiert die Autofahrer, dass hier der Radverkehr Vorrang haben soll. Selbst vor dem Kindergarten gegenüber dem Schleidenplatz beim Ringcenter ist die Situation unverändert.

Ein besonderen Höhepunkt in Sicherheitsfragen bietet die Überquerung des Bersarinplatzes. Folgt man dem Verlauf der “Fahrradstraße” aus der Rigaer kommend, darf man die vielbefahrene Petersburger Straße ohne Ampel überqueren, was für Fussgänger und Radfahrer oft zu gefährlichen Situationen führt.

Eine Anfrage an das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Hinweis

Das der Einleitungstext etwas sehr reißerisch und doppeldeutig war bitte ich zu entschuldigen, aber wenn es um die Rigaer geht dann muss man einfach Klischees bedienen, oder?! Das gefährlichste bei der Recherche war übrigens eine Vollbremsung mit abhebenden Hinterrad weil ein Autofahrer meine Vorfahrt missachtete, ansonsten war es sehr entspannend gewesen.

Von eine PR-Fake der Grünen muss man leider sprechen, da in der Rigaer Straße und am Bersarinplatz entgegen jeder Ankündigung des Bezirksamtes und der Grünen bisher nichts von einer Fahrradstraße zu merken ist. Warum dies anders als auf den Abschnitt Weidenweg und Palisadenstraße der Fall ist kann man nur vermuten. Nur im Fall der Rigaer hätte die Umwandlung in eine Fahrradstraße tatsächlich weit mehr Sinn gemacht.

3 Kommentare

  1. Über den Bersarinplatz verläuft die Petersburger Straße und nicht die Danziger Straße. Ansonsten viel zu reißenerisch geschrieben. So gefährlich ist es nicht auf der Rigaer Straße nicht. Aber aufpassen muss man schon. Gruß Andreas

    • Mit dem reisserischen Stil wollte ich nur etwas die übliche Berichterstattung und Vorstellungen mancher zur Rigaer auf die Schippe nehmen. Mit den Straßen wird geändert un d der Praktikant mit der Kaffeekanne einmal durch das Redaktionsgebäude geschickt 😀

  2. Ich finde es wirklich unglaublich und lebensverachtend, daß es überhaupt noch Straßen gibt, die nur aus Fahrbahn und Gehweg bestehen! Wo kommen wir den da hin, wenn sich Verkehrsteilnehmer untereinander vertragen müssen! Wir können auch alle Schneeflocken in Watte verpacken!
    Oder noch besser, sie bleiben gleich zu Hause, dann können sie auch nicht von gefährlichen Viren angesprungen werden!

    Ich fahre seit vielen Jahren Fahrrad, in der Stadt und auf dem Land. Auf Straßen! Ohne bunte Bemalungen, alberne Schilder und gefährliche Poller. Unfallfrei. Aber damit kann man sich natürlich als Politiker nicht profilieren!
    Kopfhörer raus, Handy weg, Augen auf, Hirn an! Dann klappt’s auch auf normalen Straßen!

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