Ändere deinen Artikel oder du bist ein Feind?

Symbolbild Pressefreiheit (Quelle - wikipedia unter CC BY-SA 4.0

Das die Artikel des Volksboten nicht immer auf Freude stoßen ist bekannt. Einen interessanten Versuch der Einflussnahme erlebte der Volksbote in Bezug auf seinen Artikel zum Schweigemarsch. In einem Satz des Artikel wies ich darauf hin, dass die von den Organisatoren erwünschte Neutralität der Teilnehmer durch Captain Future und die Freedom Parade nicht eingehalten wurde. Die Kostümierung von Captain Future steht nun einmal für eine bestimmte Orga – und dies ist dann die Freedom Parade.

Polizeieinsätze provozieren und möglichst Medienwirksam inszenieren – Captain Future in seinem Element
Kritisiert wurde ebenfalls mein Artikel zur Demonstration gegen Polizeigewalt. Was hier wohl tatsächlich störte, war meine Aussage zur provozierten Festnahme durch die Freedom Parade. Die Polizei selbst ging dabei ruhig und gelassen vor, während einige Teilnehmer zur Dramatik neigten. Einige anwesende Videostreamer forderten die Rikschafahrer sogar auf die Musik auszumachen mit der diese ihre Kunden auf sich aufmerksam machen. Kein wichtiges Detail könnte man meinen, wenn nicht ausgerechnet Youtube auf solche Hintergrundmusik mit Sperren reagieren könnte. Ob das den Capatain Future begleitende Fernsehteam solche Details stören wage ich jedoch mal zu bezweifeln. Wie man Festnahmen möglichst dramatisch aussehen lassen kann ist nichts neues für den Volksboten, ich gebe den Betreffenden dazu mal eine wohlwollende Note 3, ich hab da schon dramatischeres gesehen. Menschen die es an dem Tag weniger dramatisch machten, wurden einfach von der Polizei zu den Einsatzfahrzeugen begleitet.

Zum Versammlungsgeschehen selbst ist die Rechtslage sehr klar und eindeutig. Wenn die Versammlung beendet wurde, dann ist diese beendet und die Teilnehmer haben sich vom Versammlungsort zu entfernen. Einzelkundgebungen gibt es übrigens nicht. Spontanversammlung sind zwar im Versammlungsrecht vorgesehen, jedoch muss es dazu einen Grund bzw Anlass geben. Kein Grund nach dem Versammlungsgesetz ist, dass man sich als Versammlungsteilnehmer oder Versammlungsleiter nach Beendigung der Versammlung anders überlegt hat. Die Polizei war diesmal sogar gnädig und verwies die früheren Versammlungsteilnehmer sogar auf den Weg Richtung Siegessäule so wie es ursprünglich vorgesehen war. Und ließ sich diesmal auf keine Provokation ein sondern ging souverän damit um.

Das Captain Future und Teile der Freedomparade es gerne darauf anlegt auf Konfrontation mit der Polizei zu gehen ist nichts neues. Gezielt werden Situationen geschaffen in denen die Polizei reagieren und eingreifen muss. Das ganze wird dann als “ziviler Ungehorsam” verkauft. Die Polizei selbst wird zum verachtenswerten Feindbild aufgebaut. Und mal ein Tip zur Strategie des “zivilen Ungehorsams”, diese Widerstandsform ist die schwierigste und auch riskanteste. Bevor man Leute dazu auffordert, sollte man zumindest die Rechtsgrundlagen kennen. Und wer meint Gesetze nur zu brechen, weil die Gesetze da sind – der ist kein Widerstandskämpfer sondern meistens nur ein Typ mit einen massiven Hang zur Selbstdarstellung und einen Problem was die Grundregeln einer Gesellschaft angeht. Und was ihr den Leuten als “zivilen Ungehorsam” verkauft ist kein ziviler Ungehorsam, sondern nur der Weg zu massiven Problemen und Eskalation zu Lasten des Volkes.

Wer meint das ein “entweder du berichtest wie wir wollen oder du bist nicht mehr unser Freund” den Volksboten beeindruckt irrt sich. Und wer meint den Volksboten gar als Feind zu sehen, den muss ich fragen – Mein “Freund” du weißt schon, dass du dich wie ein totalitäres und antidemokratisches Arschloch aufführt, was meine Grundrechte bedroht und abschaffen will?!

in der Bildgalerie sind Screenshots des Dialoges mit einem Admin der Telegramgruppe der Freedomparade und Screenshots des Videos zur Situation am Brandenburger Tor. Leider erlaubt meine Computertechnik keine Verpixelung ganzer Videoaufnahmen, weshalb das Video selbst aus rechtlichen Gründen (Persönlichkeitsrechte) leider nicht veröffentlichen darf.