Masken im Alltag

"Hoffnung I, II" - Annette Rischer-Spalink (2020/21)

Die erste Ausstellung von GEDOK-Künstlerinnen zum Jahresthema „Soziale Plastik 2021“ widmet sich den Thema “Masken”. Viele der 13 Werke entstanden 2020 und setzen sich in nachdenklicher, manchmal kritischer und immer kreativer Weise mit dem Thema auseinander. Die Wahl des Medium der Künstlerinnen ist sehr unterschiedlich. Einige wählten die Maske selbst zum Medium und andere wählten Collagen, Leinwand und Fotografie.

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Stadtfossilien – Chus López Vidal (2020)

Seit Beginn der Coronakrise im Jahr 2020 wird die öffentliche Diskussion von Masken bestimmt. Immer präsenter wurden diese in den Medien und öffentlichen Raum um die Menschen an Corona zu erinnern. Während die Mund-Nasen-Abdeckungen am Anfang nur freiwillig getragen wurden, wurden diese in kurzer Zeit zur gesetzlichen Pflicht und wer keine Maske trägt ist von der Gesellschaft ausgeschlossen und ausgestoßen. Und auf den Gehwegen und Straßen liegen als “Stadtfossilien” (Chus López Vidal) weggeworfenen und verlorenen Masken, welche auch an die Opfer von Corona erinnern und mahnen. Doch Masken sind mehr als nur Corona, sie sind auch ein Ausdruck der “Hoffnung” (Annette Rischer-Spalink). So dienen Gittermasken zur Positionierung bei der Bestrahlung im Kampf gegen Krebs und im Kampf für das Leben als solches.

Auch andere Aspekte des Lebens unter Corona und mit der nun allgegenwärtigen Maske finden in der Ausstellung ihren Platz. Die Irritationen über die Corona-Vorschriften, die Einschränkungen, die Unzufriedenheit über den Status Quo und die Veränderungen spiegeln sich in den Werken wieder. Werke die Ausdruck einer nachdenklichen Auseinandersetzung mit dem Thema sind und zeigen wie die Künstlerinnen diese Situation für sich verstehen und verarbeiten. Andere reflektieren ihre Erfahrung mit der Maske als Schutz, Trennung und Orientierungslosigkeit zwischen den Menschen und als Ausdruck einer gebremsten Kommunikation untereinander.

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"Maskenhimmel" - Pia Fischer (2020)


Die Galerie GEDOK Berlin befindet sich in der Suarezstr. 57 in der Nähe des U-Bahnhofes Sophie-Charlotte-Platz (U2) und kann Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr nach telefonischer Voranmeldung (030 4413905) besucht werden. Die Galerie GEDOK bitte um Beachtung des Hygienekonzeptes und der geltenden Coronagesetze.