Widerstand und Frieden kennt keine Jahreszeit

Am Abend des 8. Februar fand in Falkensee zum vierten mal die religiöse Veranstaltung “Das Friedenslicht in unserem Heimatort Falkensee” statt, welche von “Das Havelland steht AUF” organisiert wird. Bei eisigen Temperaturen und fallenden Schnee versammelten sich ca. 30 Menschen am Anger. Nach dem Erklingen der Glocken der Falkenhagener Kirche um 18 Uhr begann die Veranstaltung. Am Anfang der Veranstaltung gab es eine Fürbitte in der Gott gedankt wurde und um seinen Segen und Frieden gebeten wurde.

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Ein Friedenslicht in Falkensee

Im Anschluss erklärte Pastor Jörg Gerasch (Pastor und Leiter des Abraham Projektes Berlin) die Bedeutung der Geschichte von Kain und Abel. Die Worte “Bin ich meines Bruders Hüters” die Kain zu Gott sprach, wären auch eine Verhöhnung gegen über Gott und Kain gewesen. Denn Kain wusste nicht nur, was er getan hatte sondern hatte auch die ganze Zeit auf seinen Bruder aufgepasst. Doch Gier und Neid führten zum Brudermord und Kain sprach diese bekannten Worte um von seiner Tat abzulenken und sich aus der Verantwortung zu nehmen. Die Geschichte von Kain und Abel könne man auch als Aufforderung sehen Verantwortung für einander zu übernehmen und nicht aus niederen Motiven dieser Verantwortung zu entsagen. So wie Kain damals die Wahl gehabt hatte der “Hüter seines Bruders” zu sein, so hätten die Menschen heute auch diese Wahl.

Thoma Pfuhl sprach von den Problemen die er durch sein Engagement für Frieden und Freiheit durch seine Kirchengemeinde hat, in der er schon lange aktives Mitglied ist. Ihm sei nahe gelegt worden seine “rhetorischen Aktivitäten” einzuschränken. Der Gastredner Dr. Götz Meidinger betonte die Bedeutung der Menschenwürde. Die Menschenwürde würde heute verletzt werden, da der Staat durch die Coronaregeln den Menschen zur Sache degradiert. Jedoch sei der Schutz der Menschenwürde die Pflicht allen staatlichen Handelns und aller staatlichen Gewalt. Die Grundrechte müssten friedlich zurück geholt werden und wieder uneingeschränkt gelten.

Andere Teilnehmer äusserten sich besorgt wegen der Auswirkungen von Einsamkeit auf die Menschen. Und wiesen daraufhin, dass Widerstand und Liebe keine Jahreszeiten kennt. Den Abschluss der Veranstaltung bildete das “Vater unser”. In diesem Gebet bitten die Menschen darum, dass ihnen ihre Sünden so vergeben werden wie sie ihren “Gläubigern” vergeben. Der Kanal von Videocaesar hat ein Video der Veranstaltung bereitgestellt.

Laut den Veranstaltern fand die Polizei nur wenig zu beanstanden. Ermahnt wurden die Teilnehmer durch einen Redner nur, dass Umarmen und Herzen sein zu lassen, da dies von staatlicher Seite ungern gesehen wird.

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