Schüler fordern bessere Bildungspolitik

Für den 5. Februar 2021 riefen Berliner Schüler unter dem Motto “Bildung für uns statt fürs System” zu einer Demonstration auf. Beginn der Demonstration war an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. zu sehen waren Fahnen von SOLID, SDAJ und anderen. Kritisiert wurde von den Rednern, dass Kritik an den Coronamassnahmen oft nur von “rechter” Seite in den Medien wahr genommen wird. Petitionen und Briefe der Schüler und Jugendlichen würden von den Verantwortlichen oft ignoriert werden. Den Forderungen der Schüler würde kein Gehör geschenkt werden.


Ein Schülersprecher aus Charlottenburg-Wilmersdorf forderte in einen Redebeitrag, dass Prüfungen für den Schulabschluss freiwillig sein sollten. Die Prüfungen selbst sollten jedoch nicht abgeschafft werden, sondern Schülern die Möglichkeit geben ihre Noten zu verbessern. Dies sei notwendig, da es durch die Coronamassnahmen zu massiven Schulschließungen und mehrmonatigen Unterrichtsausfällen kam.

Gefordert wurde auch, dass Schulen als Lernort in der Krise erhalten bleiben sollen und nicht nur als Betreuungsorte dienen, weil die Eltern arbeiten müssen. Die vom Senat versprochenen notwendigen Geräte und Unterstützungen für den Hausunterricht ständen oft den Schülern nicht zur Verfügung. Eine Lehrkraft wies darauf hin, dass die aktuellen Maßnahmen oft zu Lasten der schwächsten Schüler gehen würden. Die oft aus Familien stammen die sich solche Geräte nicht privat leisten können.

Und mangels funktionierender Technik würden oft den Schülern die Aufgaben nicht erklärt werden können. (Anmerkung: Für den Volksboten hörte es sich an, als ob den Schülern nur Aufgabenzettel gegeben werden würden – aber ein echter Unterricht nicht mehr statt findet. Wie sollte dies auch gehen, wenn entsprechende technische Lösungen nicht funktionieren oder die Schüler keine Geräte dafür haben?! Aus Sicht der Schüler und Lehrkräfte geht es bei den Maßnahmen der Politik oft nur darum die Interessen der Wirtschaft für Profite zu sichern, aber die Menschen würden auf der Strecke bleiben.


Zu selten würde es bei den Maßnahmen um die Menschen und deren Interessen gehen. Zu oft würden die Maßnahmen und Einschränkungen sogar das Infektionsrisiko erhöhen. Die Politik wirke als ob es ihr nur darum ginge die Wirtschaft zu schützen. Dabei solle doch der Mensch vor Wirtschaft und Leistung kommen und das Wohl der Menschen an erster Stelle stehen. Im Anschluss an die Kundgebung an der Weltzeituhr begannen die Schüler und deren Unterstützer mit ihrer Demonstration. Die Demonstration musste leider wegen der Treckerdemo kurz warten, da diese den Demozug der Schüler kreuzte. Dies ermöglichte es Schülern und Lehrkräften einmal zu sehen welches Anliegen und Sorgen die Menschen haben die für das Essen auf den Tisch sorgen.

Die Schüler riefen auch dazu auf andere Menschen ihre Erfahrungen zu teilen und an die Öffentlichkeit zu bringen.

hinweis

wegen einiger technischer Probleme gibt es diesmal leider keine Fotostrecke. Aber diese sollten beim nächsten mal nicht auftreten.

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