Gedenken an die Opfern des Völkermordes an den Tamilen

Am 04. Februar 2021 fand vor dem Auswärtigen Amt eine Protest- und Gedenkveranstaltung der Tamilen statt. Lautstark und deutlich machten diese Menschen auf den Völkermord in Sri Lanka (Ceylon) an ihrem Volk aufmerksam. Still gedachten die Menschen den Kindern, Frauen und Männern die Opfern des Völkermordes an ihrem Volk wurden. Aufgerufen zur Versammlung hatte der Volksrat der Eelam Tamilen – Deutschland e.V.

Die Tamilen zogen vor die Türen des Auswärtigen Amts um dort ihre Bitte um Unterstützung vorzutragen, denn aus ihrer Sicht werden sie oft nur als Terroristen wahr genommen und nicht als ein Volk was um sein Überleben kämpft. Die Tamilen sind ein Volk welches durch den Konflikt in Sri Lanka (Ceylon) fast vernichtet wurde und auf viele Länder zerstreut ist. Die Antwort des Auswärtigen Amtes waren zwei Polizeihunde der Bundespolizei vor der Tür. Und eine phrasenhafte Antwort in der die deutsche Verantwortung wegen der Geschichte und schöne Worte standen.

Gefordert wurde u.a. endlich die Verbrechen auf Ceylon durch einen internationalen Untersuchungsausschuss zu untersuchen und nicht die Tamilen nur als Terroristen wahr zunehmen und hinzustellen. Die Frauen und Kinder der Tamilen seien durch die Regierung in Sri Lanka barbarisch abgeschlachtet und vergewaltigt wurden. In den Händen hielten die Menschen Bilder der Opfer des Völkermordes an den Tamilen. Sehr präsent waren die Fahnen von Tamil Eelam, welche für das Ziel eines unabhängigen tamilischen Staates steht.

Laut war der Ruf nach Frieden und Freiheit für die Tamilen vor dem Auswärtigen Amt. Und die Rufe nach Sicherheit für die tamilischen Familien war unüberhörbar. Für das Volk der Singhalesen ist der 4. Februar ein Tag der Freude, da an diesem Tag Sri Lanka unabhängig wurde. Für die Tamilen ist dies ein Tag der Trauer an dem der Völkermord an ihrem Volk begann. Ein Völkermord der bis heute andauert und bei dem die kulturellen Erbschaften der Tamilen zerstört werden.

Forderungen an Bundesregierung

Die Tamilen rufen die Bundesregierung auf bei den UN-Menschenrechtsratssitzungen ihrer Verantwortung nachzukommen und entschlossen bei den Sitzungen vorzugehen. Gefordert wird die srilankischen Regierung vor den internationalen Strafgerichtshof zu stellen und eine internationale Untersuchung einzuleiten. Die Deutschen werden werden um Unterstützung und Hilfe gebeten um das Anliegen der Tamilen zu unterstützen.

Schilderungen der Tamilen zur Situation seit 2009

Seit dem Waffenstillstand von 2009 werden im Norden und Osten Sri Lankas mehr 147.000 Menschen vermisst über deren Schicksal nichts bekannt ist. In den tamilischen gebieten gibt es eine hohe Militärpräsenz. Das Militär würde auf den Grundstücken der Tamlien Landwirtschaft betreiben, was zu einer Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz der Tamilen führen würde. Budhistische Mönche würden an einem Ort mit einen hinduistischen Tempel einen Mönch begraben, auch wenn ein Gerichtsbeschluss dies untersagen würde. Auch käme es durch die Regierung zu Enteignungen der Tamilen.

Der Hafen von Trincomalee wird durch die USA militärisch genutzt. Trincomalee ist die zentrale Küstenstadt von Tamil Eelam. Konzerne aus den USA gehören zu den Profiteuren des Völkermordes an den Tamilen. Diese würden Ländereien aufkaufen und so den Tamilen die Existenzgrundlage entziehen.

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