Plant Merkel den totalen Lockdown?

Bundeskanzleramt plant die Verhängung des totalen Lockdowns (Symbolbild)

Wie der FOCUS in seinem Corona-Ticker meldet gibt es konkrete Überlegungen des Bundeskanzleramtes zum totalen Lockdown. Die Überlegungen und Planungen beinhalten u.a. eine bundesweite Einstellung des Personennah- und Fernverkehrs. Verkehrsminister Scheuer überlege zwar wie die Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen sei – jedoch gibt es bisher keine Überlegungen wie die Menschen zur Arbeit kommen sollten. Ebenfalls im Gespräch seien bundesweite Ausgangssperren und eine FFP2-Maskenpflicht. Nach Medieninformationen soll dieser totale Lockdown bis mindestens Ende Februar gehen.

Beschlossen werden sollen die entsprechenden Maßnahmen auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Bereits vor zwei Tagen gab es ein geheimes Gespräch zwischen Merkel und Bundesgesundheitsminister Spahn zur Verschärfung der Lage.

17.12 Uhr. : Aus Angst vor den Coronavirus-Mutationen plant das Kanzleramt um Angela Merkel offenbar eine deutliche Verschärfung des Lockdowns. Das berichtet die “Bild”-Zeitung.

Im Kanzleramt werde etwa überlegt, den öffentlichen Nah- und Fernverkehr bundesweit einzustellen. Insbesondere Merkel seien die vollen Busse und Bahnen ein Dorn im Auge, insbesondere im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr.

Einige Bundesländer würden sich zudem für eine Homeoffice-Pflicht einsetzen. Auch eine Ausgangssperre sei im Gespräch. Der Vorstoß von Markus Söder für eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht sei auch ein Thema bei den Gesprächen.

Boris Palmer “Es reicht jetzt”

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) fordert ein Ende der Lockdown-Politik. Würde Anfang Februar nicht kontrolliert geöffnet werden drohen massive Schäden für Wirtschaft und Gesellschaft.

„Der Innenstadthandel ist schon auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch“, so der Grünen-Politiker. Die Zahl der Neuinfektionen zuerst auf unter 50 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche drücken zu wollen, sei aus seiner Sicht der falsche Weg. Unter diesen Umständen würde der Lockdown noch mehrere Monate andauern müssen.