kurdische Solidaritätsmahnwache

Auf dem Alexanderplatz begann am Montag der kurdische Dachverband (KCDK-E) mit einer fünftägigen Mahnwache zur Unterstützung und Solidarität mit dem seit dem 27. November statt finden Hungerstreik in 120 türkischen Gefängnissen. Gerichtet ist der Hungerstreik gegen die Isolation von Adbullah Öcalan und den Haftbedingungen in den Gefängnissen des türkischen Regimes unter Recep Tayyip Erdoğan.

Der Hungerstreik wird gruppenweise im Wechsel von fünf Tagen durchgeführt. Bisher haben sich weit mehr als 2.500 Gefangene aus PKK/PAJK-Verfahren sowie inhaftierte Abgeordnete, Oppositionelle und Medienschaffende beteiligt. Auch die Solidaritätsmahnwache am Berliner Alexanderplatz soll von wechselnden Gruppen in Fünftagesschichten durchgeführt werden.

„Dieser unter den schwierigen Bedingungen, die in türkischen Gefängnissen herrschen, seit Wochen andauernde Hungerstreik ist ein nur allzu menschlicher Widerstand. Wir fühlen uns mit den kämpfenden Gefangenen verbunden und symbolisieren mit unserer Aktion, dass ihre Forderungen auch unsere Forderungen sind“, sagte der KCDK-E-Vorsitzende Yüksel Koç am Montag beim Auftakt der Mahnwache.

Serpil Aslan, eine Vertreterin der Konföderation der unterdrückten Migranten in Europa (AvEG-Kon) wies laut AFNNEWS darauf hin, dass die türkische Regierungskoalition der Opposition keine Luft zum Atmen lasse. Sie würde Oppositionelle und alle die sie als feindlich wahrnimmt mit allen Mitteln los werden wollen.

Wer sich über die Situation der politischen Gefangenen und der kurdischen Opposition in der Türkei informieren will, kann dies bis Freitag immer zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr an der Weltzeituhr tun.

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Kommentar

Warum hat es der kurdisch-türkische Konflikt in den Volksboten geschafft? zum einen weil ich an der Mahnwache vorbeikam.
Und weil ich diesen Konflikt sehr interessant finde – aber mir jedoch defintiv kein Urteil erlauben würde wer da nun Recht hat. Wie sollte ich auch?

Was ich jedoch in diesem Konflikt sehe ist ein Volk (Kurden) was sich trotz aller Widrigkeiten seine Identität erhält und für seine Freiheit kämpft – und wieso hat es dies geschafft, obwohl von türkischer Seite sehr viel unternommen wurde um die kurdische Identität auszulöschen?
Die Frage für mich ist nicht ob Kurden oder Türken recht haben – die Frage für mich als Deutscher lautet, was kann ich von Türken und Kurden lernen zum Erhalt der Kultur eines Volkes?!