IG BAU erwartet Verschärfung bei Mangel an bezahlbaren Wohnraum

für immer mehr Haushalte unbezahlbar (Symbolbild)

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Zahl von einkommensschwachen Haushalten. Die Gründe dafür liegen u.a. in der Coronapolitik und der daraus resultierenden Dauerkurzarbeit, Entlassungen und der Wegfall von Minijobs. Auch das Auslaufen befristeter Arbeitsverhältnisse würde die Einkommenssituation von Haushalten deutlich verschärfen.

Gewerkschaftschef Robert Feiger am Dienstag in Frankfurt. „Es wird Zigtausende ‚Corona-Wohnverlierer‘ geben, weil ihr Budget für Wohnkosten schrumpft.“

Gleichzeitig würde die Anzahl der Sozialwohnungen weiter sinken. Im Durchschnitt der letzten 5 Jahre verringerte sich die Anzahl der Sozialwohnungen um durchschnittlich 43.000 pro Jahr. Damit würden alle 12 Minuten eine Sozialwohnung vom Wohnungsmarkt verschwinden.

IG BAU zieht negative Wohnungsbaubilanz

Die IG BAU zieht auch eine negative Wohnungsbau-Bilanz der aktuellen Bundesregierung. Statt der angestrebten 1,5 Millionen Wohnungen würden zum Ende der Legislatur maximal 1,2 Millionen Einheiten fertig, die zudem für die meisten Interessenten nicht bezahlbar seien. Feiger verlangte, die soziale Wohnungsbauförderung auf mindestens 6 Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen und den Bestand innerhalb der kommenden zehn Jahre auf mindestens 2 Millionen Sozialwohnungen zu erhöhen.