DKG warnt vor Finanznot bei Kliniken

Krankenhaus (Symbolbild) Foto von Kendra Helmer, USAID auf Pixnio

In einen Aufruf wenden sich die Deutschen Krankhausgesellschaft (DKG) und die Landeskrankhausgesellschaften an die Bundesregierung und die Landesregierungen. Laut DKG sorgen Maßnahmen wie die Verschiebung planbarer Behandlungen und Eingriffe, Zurückhaltung der Patientinnen und Patienten bei der Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen und ansteigende Kosten für massive wirtschaftliche Probleme.

Auch verschärfen Faktoren wie der lange bekannte Personalmangel und ein unzureichendes Abrechnungssystem die wirtschaftliche Situation und Belastung der Gesundheitsversorgung der Menschen. Aus allen Teilen Deutschlands komme es dashalb zu Hilferufen von Krankenhäusewrn und Kliniken.

Aus dem aktuellen Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts, über das der „Tagesspiegel“ berichtet, geht hervor, dass zwei Drittel aller Klinikbetreiber in diesem Jahr mit Verlusten rechnen.

Nur noch 18 Prozent der knapp 2.000 Kliniken mit ihren 1,3 Millionen Mitarbeitern beurteilen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut.

Der Studie zufolge hatte die Pandemie nicht nur Auswirkungen auf die Allgemein- und Intensivstationen, sie betraf auch die OP-Bereiche.

In der ersten Pandemiewelle von März bis Mai sank die Zahl der stationär durchgeführten Operationen demnach im Schnitt um 41, die der ambulanten Eingriffe gar um 58 Prozent. Allein für diesen Zeitraum betrugen die Erlösverluste der betroffenen Kliniken etwa 2,5 Millionen Euro pro Haus.

Epochtimes – Krankenhausgesellschaft: Kliniken können im 1. Quartal die Löhne nicht mehr zahlen


Bericht zur Situation in Krankhäusern von 2018 – die Situation ist dank Bundesgesundheitsminister Jenas Spahn noch schlechter geworden