Chemnitz: Linkspartei verharmlost Mordversuch an 14jährigen

Gedenkstätte zur Geschichte der "Berliner Mauer" auf dem Invalidenfriedhof

in vorbildlicher Dienstausführung gefallen – als einen 14jährigen Jugendlichen mit 8 Kugeln beinahe ermordet hätte
Mit einer Gedenkanzeige welche u.a. von den Ortsvereinen Sonnenberg und Adelsberg der Chemnitzer Linskpartei unterzeichnet und veranlasst wurde, wird der Mordversuch an dem damals 14jährigen Wilfried Tiewes verharmlost.

Als Wilfried Tiewes am 23. Mai 1962 vom Berlin Invalidenfriedhof (Berlin (DDR) zu einer Uferstelle über den Spandauer Schiffahrtskanal schwamm, schossen Grenzsoldaten der DDR mit ihren Maschinengewehren auf den Jugendlichen der nun um sein Leben schwamm. Ziel der Grenzsoldaten war es den Fluchtversuch des 14jährigen mit allen Mitteln zu verhindern. auch wenn dies den Tod des jungen Menschen bedeutet hätte. Als Westberliner Polizisten bemerkten wie der Jugendliche beschossen wurde, eröffneten sie das Feuer um dem Jugendlichen das Leben zu retten. Von 8 Schüssen getroffen und wie durch ein Wunder, konnte Wilfried das rettende Westberliner Ufer erreichen und überlebte schwerverletzt. Der Grenzpolizist Peter Göring wurde an diesem Tag getötet. Ein späterer Gerichtsprozess ergab, dass alle 8 Kugeln die Wilfried getroffen hatten aus seiner Waffe stammten.

Fotogallerie – Gedenkstätte Invalidenfriedhof

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In der Traueranzeige für Peter Göring loben die Unterzeichner seine vorbildliche Verrichtung des Dienstes als Grenzpolizist und schreiben, dass er beim Versuch erschossen wurde einen Grenzdurchbruch zu verhindern. Was sie verschweigen, wie Peter Göring blind Befehle befolgte und versuchte einen 14jährigen Jugendlichen zu erschießen, der um sein Leben in die Freiheit schwamm.

Kommentar

Als Peter Göring an diesen Tag seinen Dienst begann, dürfte er kaum damit gerechnet haben auf einen 14jährigen Jugendlichen schießen zu müssen. Viele würden sagen sie hätten damals anders gehandelt und nicht geschossen. Hättet ihr das wirklich? Peter Göring war zum Zeitpunkt des Todes 22 Jahre alt und Soldat.

Er starb als er einen verbrecherischen Befehl ausführte, der bis 1989 mehrere hundert Menschen das Leben kostete. Er starb weil Menschen dachten, sie würden ein besseres Deutschland aufbauen in dem sie ein Gefängnis daraus machten und bei “Fluchtversuchen” schießen ließen. Peter Göring starb als Westberliner Polizisten versuchen einen Jugendlichen zu retten.

Peter Göring starb, weil Politiker und Befehlshaber in absoluter Selbstgerechtigkeit jede Menschlichkeit ausblendeten und den Befehl gaben zu schießen – auf jeden der ihr “Paradies auf Erden” verlassen wollten. Peter Göring war Täter dieser Machthaber und auch er war ihr Opfer.

Wie hätte ich damals gehandelt? Über die Frage habe ich oft nachgedacht – doch zu einer Antwort kam ich nie. Denn ein man hätte alles besser und anders gemacht ist keine Antwort – sondern nur plumpe Selbstgerechtigkeit von Menschen die hinterher immer schlauer sind und zu oft nicht aus der Geschichte lernen wollen.

Fotogallerie – Berliner Mauerweg

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