Was vom Kantholz übrig blieb – AfD verarsch jemand anderes

Magnitz wenige Tage nach dem Angriff wieder im Büro (Screenshot von Youtube)

Der Fall Magnitz entwickelt sich für die AfD immer mehr zum PR-Gau für ihre Glaubwürdigkeit. Das Foto mit welchen die schweren Verletzung von Magnitz belegt werden war kein Zufall. Die Dramatisierung des Vorfalls zu einem versuchten Mordanschlag mit einem Kantholz-Zaunlatte-Totschläger usw war kein Zufall. Es war Teil einer sehr gut durchdachten Medienarbeit.

Foto war berechnende Medienstrategie

Magnitz entschied sich von Anfang an zur Verbreitung des Fotos auf dem er mit klaffender Wunde (so der Eindruck) und Blut verschmiert zu sehen ist. Ein Foto welches nach neuester Version nun ein Krankenpfleger gemacht haben soll – woran man zweifeln muss, wenn bedenkt wie gut Perspektive, Bildausschnitt usw gewählt wurden. Erzeugen wollte er mit dem Foto Aufmerksamkeit und mediale Betroffenheit – wie Magnitz in einer internen Rundmail schrieb. Oder anders gesagt – Magnitz wollte damit in die Schlagzeilen. Das Foto verfehlte nicht seine Wirkung – und schon am nächsten Tag konnte Magnitz am Krankenbett die ersehnten Interviews geben.

AfD startet Säuberungsaktion zum Vertuschen des Kantholz

Doch auch als der AfD die Story um die Ohren fliegt kann sie es nicht sein lassen – mit einer massiven Säuberungswelle ihrer Internetauftritte versucht sie zu vertuschen, wer Urheber der Kantholz-Mordanschlag-Geschichte war. Dies war nicht der Polizeibericht oder eine Zeitung – die AfD-Bremen selbst verbreitete dies in einem ersten FB-Beitrag nur wenige Stunden nach der Tat. Kleiner Hinweis an die AfD, wenn auf einer Webseite (z.B. dem Volksboten) Beiträge von FB, Twitter&Co eingebunden werden – fällt es auf, wenn diese verschwinden. Und immer dramatischer wurde von der AfD-Führung die Geschichte präsentiert – man spekulierte sogar ob nicht die Medien den Angreifern einen Tip gegeben haben könnten, wo man Magnitz auflauern könnte.

Doch wie entstand das Foto?

Weiter heißt es in dem parteiinternen Infobrief, es sei „nur so eine mediale Betroffenheit zu erzeugen“ gewesen. Er selbst habe einen Pfleger gebeten, das Foto zu machen, nachdem er aus dem MRT gekommen sei, „um sehen zu können, wie schlimm meine Stirnverletzung war“.

Noch einmal bitte – Magnitz bittet einen Krankenpfleger das Foto zu machen, damit er die schwere seiner Verletzung auf der Stirn sehen kann? Ein Foto welches doch höchst professionell einen erwünschten Eindruck beim Betrachter erweckt? Ein wahres Naturtalen dieser Fotograf – oder war es vielleicht doch kein Krankenpfleger? Zu gegeben hat Magnitz bereits, daß ihn zwei Personen der AfD im Krankenhaus besucht haben sollen. Man könnte nun spekulieren – eine der Personen dürfte sich gut mit Medienarbeit auskennen und die andere mit der Fotografie. Und fertig wäre der Anfang einer guten Story für den gut gläubigen Wähler.

AfD – Widersprüche bis zum Schluss – denn das Kantholz muss bewahrt bleiben

Als Fehler bezeichnet Magnitz nur eines – man hätte in der Ursprungsmeldung der AfD-Bremen vor dem Kantholz als Tatwaffe ein “mutmasslich” setzen sollen. Aber wieso sagt dann die AfD derzeit der Ursprung des “Kantholz-Mordanschlag” wäre der Polizeibericht oder eine Zeitung? Doch zum Glück haben Magnitz und die AfD genug Gläubige denen offensichtliche Widersprüche nicht auffallen und die in dem Video einen Ziegelstein, Totschläger, Schlagkette usw. erkennen wollen – wenn auch nur sie selbst diese erkennen.

Und wenn man nicht mehr weiter weiß – ein Gutachter glaubt man verkauft Scheiß

Aber wozu gibt es “Gutachter” die aus einem gut gemachten Foto ohne Probleme die Tiefe der Verletzung erkennen können – und auf Wunsch alles behaupten würden. Und wer ein passendes Bekennerschreiben braucht – bei indymedia kann jeder veröffentlichen und bei PI-NEWS ist immer genau zum richtigen Zeitpunkt einer da um einen Screenshot zu machen, kurz bevor das Bekennerschreiben wie von Zauberhand verschwindet.