die drei Häuser

Es war einmal ein junger Mann der mit seinen Hund durch die Lande wanderte. Eines Tages kommen die beiden in ein Dorf mit drei verfallen Häusern. In dem Dorf leben die Familien seit Genrationen – wie in jeder Familie streiten sie sich gerne und vertragen sich auch wieder. Bei seinen Rundgang durch das Dorf fallen ihm einige Häuser auf, die in einem schlechten Zustand sind. Die Grundstücke sind verkommen und viele Ecken voll mit Unrat und Sperrmüll aus der Vergangenheit. Einige Fenster sind kaputt und auch die Dächer nur notdürftig geflickt. Bei seiner Wanderung hat er sehr viel schlechtes über die Bewohner des Dorfes gehört und wurde vor ihnen gewarnt – sogar seinen geliebten Hund würden sie fressen wenn es könnten.

Doch leider führte kein Weg am Dorf und seinen Bewohnern vorbei. Und so betrat er heldenhaft das Dorf. Da er neugierig war blieb er beim ersten Haus stehen und sah es sich an. Ein Wachhund kam sofort kläffend an den Zaun und wollte ihn vertreibe. Doch unser Wanderer sah, daß er zwar laut bellte aber doch eher freundlich war. Ein Bewohner des Haus kam an den Zaun und fragte was er denn da wolle. Unser Wanderer sagte, daß er das Haus interessant finde und sich nur mal ansehen will. Die Bewohner waren sehr gastfreundlich und freuten sich über jeden Besucher.

erstes Haus

Der junge Mann betritt das erste Haus. Erschrocken sieht er in welch schlechten Zustand das Haus ist. Bei seinen Rundgang sieht er vermüllte Zimmer die kaum bewohnbar sind. Fenster und Türen erfüllen kaum noch ihren Zweck. Durch das undichte Dach regnet es herein. Er fragt die Familie warum sie denn nichts mache und ob er helfen kann. Die Familie erzählte

„Jedes der Häuser im Dorf ist seit Genrationen im Besitz der Familie und wir wollen unseres weiter bewohnen. Doch es zu reparieren und aufzuräumen ist schwere Arbeit und anstrengend. Deshalb haben wir uns entschlossen nur noch die bewohnbaren Zimmer zu nutzen. Alle anderen Zimmer haben wir aufgegeben und lassen sie so wie sie sind. Auch das Grundstück nutzen wir nicht mehr, weil es uns zu viel Mühe machen würde alles in Ordnung zu bringen.“

Der junge Mann bedankte sich für Speis und Trank. Dann verließ er die Familie und ging schnell zum nächsten Haus. Denn die Bewohner fingen an ihn zu deprimieren und wütend zu machen in ihrer Schicksalsergebenheit, denn man sah noch wie schön Haus und Grundstück einmal gewesen sein muss. Und man ahnte wieviel Arbeit und Mühe über Generationen in das Haus und Grundstück gesteckt hatten.

zweites Haus

Auch das zweite Haus war in einen desolaten Zustand. Es hätte glatt ein Zwilling des ersten Haus in seinen Jammerzustand sein können. Als er das Haus betreten wollte empfing ihn der Hausherr an der Tür und fragte nach ob er den schon einen Antrag ausgefüllt habe. Der junge Mann fragte nach „Was für ein Antrag?„- „Ohne Antrag geht hier gar nichts„. Da unser Wanderer keine Anträge ausfüllen wollte, fragte er nur nach warum denn das Haus und Grundstück in so einen schlechten Zustand wäre.

„Junger Mann davon verstehen sie einfach nichts. Um hier aufzuräumen müssen wir erst viele Anträge ausfüllen. Wir lassen uns seit Jahrzehnten da von Experten und Freunden beraten – die mehr davon verstehen als sie. Die Experten haben uns immer gut beraten. Gegen das undichte Dach haben sie uns Eimer empfohlen – die das Wasser jetzt auffangen. Bei den Fenstern haben sie uns gesagt, daß diese so ein besseres Raumklima schaffen . Und überhaupt bevor sie uns helfen können, müssen sie erst einen Antrag ausfüllen und lange studiert haben.“

– „Und ihre Freunde wie helfen die ihnen?“ fragte der Wanderer etwas verwirrt nach.

„Unsere Freunde haben uns diese Experten vermittelt. Und damit es uns besser geht sogar einige Gäste einquartiert. Und vor einigen Jahren haben sie uns sogar einige Wände und Türen eingeschlagen damit wir mehr Platz haben und unser Haus etwas ganz besonders wird – aber wie gesagt davon verstehen sie nichts. Und eines Tages werden sie uns schon Haus und Grundstück in Ordnung bringen. Wenn wir das selber machen, dann verärgern wir nur unsere Freunde und die Experten – und die wollen dannn nichts mehr von uns wissen.“

– kopfschüttelnd ging der junge Mann weiter und dachte sich nur „Er hat Recht davon verstehe ich nichts – und das will ich auch nicht verstehen“ Und er war froh, daß er solche Freunde und Experten wie diese Familie nicht hatte.

Drittes Haus

Kurze Zeit später kam unserer Wanderer mit seinen Hund zu einem dritten Haus. Auch an diesem Haus hatte der Zahn der Zeit genagt und es etwas verkommen lassen. Einige Bewohner sahen unseren Wanderer am Zaun und erzählten ihm die Geschichte des Hauses

Unsere Familie hatte sich vor einigen Generationen gestritten und es gab viel böses Blut. Über den Streit haben wir vergessen uns um unser Haus und Grundstück zu kümmern. Wir haben uns von falschen Freunden und Experten beraten lassen. Wir haben in unserem Haus schlechte Handwerker pfuschen lassen will sie billig waren und gut reden konnten.

– „und was machen sie nun? Das Haus kann doch nicht so bleiben?“

„Sie haben Recht junger Mann – dieses Haus und Grundstück ist das Erbe unserer Familie. Generationen unserer Familie haben daran gearbeitet – so etwas gibt man nicht auf. Sehen sie den Baucontainer da hinten? In diesen sammeln wir den Schutt und Unrat. Und auch neue Fenster, Türen und Farbe sind bereits im Haus. Um das Dach zu machen haben wir uns von guten Handwerkern beraten lassen. Einiges konnten wir bereits reparieren Sie baten den Wanderer in das Haus. Im Inneren des Hauses sah man noch die Spuren der Vergangenheit. In manchen Zimmern war noch viel Unrat – doch man sah hier wurde aufgeräumt und renoviert. Andere Zimmer hatten bereits neue Fenster und Türen und brauchten nur noch einen Anstrich. Nach einiger Zeit zog unser Wanderer weiter und verließ das Dorf.

Einige Jahre später

Nach einigen Jahren kam unserer Wander wieder in das Dorf. Erstaunt stellt er fest was aus den drei Häusern geworden war. Die ersten beiden Häuser waren verschwunden – neue Bewohner hatten sich dort ein Haus gebaut und die Grundstücke in Ordnung gebracht. Von den früheren Häusern und ihren Bewohnern war nichts geblieben.
Doch erstaunt war unser Wanderer als er beim dritten Haus war. Kaum wieder zuerkennen war es. In alter Pracht erstrahlten Grundstück und Haus. Man sah ihm an wieviel Arbeit und Liebe die Familie in ihr Haus und Grundstück gesteckt hatte um es wieder herzurichten. Die Bewohner erkannten unseren Wanderer wieder und freuten sich ihn zu sehen. Er fragte nach was denn geschehen sei und wo die andereen beiden Familien waren.

„Wissen sie eines Tages verließen die beiden Familien ihr Haus und Grundstück, weil es nicht mehr bewohnbar war. Die Gäste der zweiten Familie bezogen die anderen Grundstücke im Dorf – sie rissen die verfallenen und nicht zu rettenden Häuser ab. Auch die Grundstücke richteten sie sich her. Wir wissen nicht was aus den früheren Familien geworden ist, denn sie kamen nie wieder zurück.

Für uns waren die letzten Jahre hart. Oft dachten wir, das schaffen wir nicht und wollten es wie die anderen machen- Die anderen Familien lachten uns wegen unsere Mühe und der Arbeit aus mit der wir versuchten das Erbe unserer Familie zu erhalten. Die einen sagten gebt doch Teile des Hauses auf. Und die anderen sagten da müssen Experten ran und schickten uns Experten und ihre Freunde vorbei. Diese gaben viele seltsame Ratschläge und brachten viele Anträge mit (die Familie musste dabei lachen) Und fragten ob wir auch alle Anträge ausgefüllt haben.

Doch wir hörten nicht auf sie – die Anträge schmissen wir zum Abfall. Die Experten und deren Freunde verließen uns jedes mal fluchtartig, wenn weniger reden und endlich mit anpacken sollten. Und so waren wir eines Tages fertig. Unsere beiden Kinder sind mittlerweile älter geworden. Jedes von ihnen hat jetzt seinen eigenen Anbau an unserem Haus – den linken und den rechten Anbau hinter dem Haus haben sie sicher gesehen. Dort leben sie nun mit ihren Kinder – die Kinder streiten sich zwar gerne. Aber wenn es drauf ankommt halten wir zusammen. Und unser Haus und Grundstück halten wir gemeinsam in Ordnung.

Unser Wanderer und sein Hund zogen weiter durch die Welt – doch oft musste er an die drei so ähnlichen Häuser denken und wie unterschiedlich das Schicksal ihrer Bewohner war. Und falls er nicht unterwegs eine holde Maid gefunden hat – dann wandert er noch heute.