Nicht nur im Film – ein täglicher Kampf ums Überleben

Nicht mehr Unsichtbar - Kurzfilm über Obdachlosigkeit (Screenshot)

Ein Mann zieht durch eine eine kalte und heruntergekommene Stadt. Er kämpft um sein Überleben. Er ist auf der Suche nach Essen und einen Schlafplatz. Was der Anfang eines Kurzfilms ist – ist der Alltag von Obdachlosen in ganz Deutschland. Mit einem Kurzfilm für die Bremer „Zeitschrift der Straße“ soll über die Lebensrealität von Obdachlosen aufgeklärt werden. Produziert wurde der Spot von 5 Studenten der Bremer Hochschule im Rahmen eines sozialen Projekts des Bachelorstudiengangs Digitale Medienproduktion. Fertiggestellt wurde der Film innerhalb von drei Monaten. Jedoch wartete man ein dreiviertel Jahr mit der Veröffentlichung.

Wir haben mit der Veröffentlichung ein dreiviertel Jahr gewartet wegen der Jahreszeit. Im Spot sind Winteraufnahmen zu sehen“, erklärt Michael Vogel, Professor an der Hochschule Bremen und Mitbegründer sowie Co-Leiter des Straßenmagazins. „Jedes Jahr gibt es einen Spot von uns, um mehr Leute zu erreichen.“

Zu sehen ist der Spot auf der Webseite von „Zeitschrift der der Straße„. Ursprünglich sollte der Spot auch in den Kinos von Bremen gezeigt werden. Jedoch sagten die Kinobetreiber ab, da ein Bremer Kino im Spot zu sehen ist

Die Obdachlosenzeitung „Zeitschrift der Straße“ wird seit 2011 von registrierten Straßenverkäufern verkauft. 2017 wurde sie mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet. Der Spot soll dem Zuschauer anregen sich in die Situation von Obdachlosen hineinzuversetzen. Seit 2017 bietet das Obdachlosenmagazin auch Führungen durch das Bremer Bahnhofsviertel an. Bei den Führungen ermöglichen eine ehrenamtliche Person und ein ehemaliger Wohungsloser einen Einblick in die Lebensrealität der Wohnungslosen und Obdachlosen in Bremen.