Billy Six – erster Besuch vom deutschen Botschafter

Seit dem 17. November 2018 befindet sich der Journalist Billy Six in der Gewalt des venezolanischen Geheimdienstes. Nach fast zwei Monaten konnte ihn das erste mal der deutsche Botschafter besuchen. Der Botschafter ermöglichte es Billy Six auch mit seinen Eltern zu telefonieren. Vor dem Besuch erlaubte der venezolanische Geheimdienst Billy Six den Besuch bei einem Friseur. Seine Kerkerzelle wurde von den „Gastgebern“ im venezolanischen Foltergefängnis El Holicoide (Caracas) zusätzlich mit einem Tisch und einen Stuhl ausgestattet.

Gegen Billy SIx wird derzeit eine Anklage wegen Spionage, Anstiftung zur Rebellion und Übertretung von Sicherheitszonen vorgeworfen. Die Behörden in Venezuela werfen Billy Six zusätzlich vor ohne Journalisten-Visum eingereist zu sein und sich in Venezuela journalistisch betätigt zu haben

Die Vereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG) hatte sich für Six eingesetzt und fordert seine Freilassung: „Die hanebüchenen Vorwürfe sind ein deutliches Zeichen dafür, daß Billy Six aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit in Haft sitzt“, äußerte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Zudem gibt es keine Grundlage dafür, ihn als Zivilisten vor ein Militärgericht zu stellen. Das ist eine grobe Verletzung der venezolanischen Gesetze und der internationalen Verpflichtungen des Landes.“

Die Militärstaatsanwaltschaft hat bis zum 2. Februar Zeit die Vorwürfe gegen den Journalisten zu prüfen und Anklage zu erheben. Die Frist beträgt nach venezolanischen Gesetz 45 Tage – aus Sicht der Militärstaatsanwaltschaft handelt es sich jedoch um 45 Werktage ohne Sonntage und Feiertage.

Petitonsaufruf für Billy Six

Das Netzwerk PatriotPetiton ruft dazu auf eine Petition zur Unterstützung von Billy Six zu unterzeichnen. Unterzeichnet wurde die Petition an das Auswärtige Amt bereits von vielen Menschen, welche damit ein Zeichen der Unterstützung und Solidarität an Billy Six senden.