Islamkonferenz – Türkei will mehr Einfluss mit Unterstützung von Islamisten

Türkei will mehr Islam in Europa (Symbolbild - Screenshot von Youtube)

DITIB-Zentralmoschee in Köln – ©Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Vom 2. bis 4. Januar fand in Köln die Konferzent „II. Treffen der europäischen Muslime” in der DITIB-Zentralmoschee statt. Der Hauptredner war der Vorsitzende des türkischen Religionsamtes Ali Erbas. Großes Beschwerdegeschrei erhob er wegen der zunehmenden Ablehnung des Islam durch die Völker Europas. Kritische Worte zum Terror im Namen Allahs sind von ihm nicht bekannt geworden.

Türkei will regelmäßige Konferenzen mit Muslimen und Islamisten

Um ihren Einfluß auf die Muslime in Eurpopa auszudehnen, beschlossen das türkische Religionsamt und ihr deutscher Ableger DITIB die Einrichtung eines Sekretariats, welches regelmäßige Konferenzen mit Muslimen und Islamisten aus ganz Europa organisieren soll. Damit will die Türkei auf Bestrebungen der europäischen Länder reagieren, die Rolle von türkisch dominierten Islamorganisationen wie DITIB einzudämmen und zurückzudrängen. Die Kölner Islamkonferenz teilte jeglicher Überlegung zu einen „deutschen Islam“ eine Absage – aus Sicht der Organisatoren und Teilnehmer gibt es nur einen Islam. Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Mitglieder der vom Verfassungsschutz beobachteten Muslimbruderschaft, welche in mehreren Ländern als terroristische Vereinigung eingestuft ist

DITIB – islamistische Organisation der Türkei in Deutschland

Die DITIB ist mit mehr als 900 Moscheen die größte islamistische Organisation. In der Vergangenheit wurde mehrfach gegen Funktionäre und Mitarbeiter der DITIB wegen geheimdienstlicher Tätigkeit in Deutschland ermittelt. Diese sollen für den türkischen Geheimdienst tätig gewesen sein und Maßnahmen gegen türkische Oppositionelle und ihre Familien in Deutschland unterstützt haben. Die DITIB ist direkt dem türkischen Religionsamt unterstellt und somit zu 100 Prozent unter Kontrolle des türkischen Staates – und der religiöse Arm des türkischen Staates in Deutschland. Die Imane in DITIB-Moscheen werden von der Türkei ausgewählt, entsandt und sind türkische Staatsbeamte. Auf der Kölner Konferenz wurden Organisationen welche sich kritisch zu Erdogan äußerten als Terrorgruppen verdammt. Genannt wurde dabei u.a. die Gülen-Bewegung.

Presseschau

  • General Anzeiger – Islamisten zu Gast bei Ditib-Konferenz in Köln