Mitarbeiter der Stadtreinigung leben gefährlicher

Einsatz im Winterdienst (Symbolbild)

Immer häufiger werden Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg das Opfer von Gewalt. Inzwischen haben die Angriffe ein solches Ausmaß angenommen, daß in kritischen Wohngebieten zukünftig nur noch zwei Mitarbeiter gemeinsam unterwegs sind.

Michael Broglin (Geschäftsführer ASF) berichtete in „Badische Zeitung“ von Angriffen beim Winterdienst und Aufräumarbeiten.

An dem Sonntag, als die ASF den ersten Volleinsatz im Winterdienst fuhr, habe ein Mann morgens zwischen 5 und 6 Uhr in der Nähe des Martinstors eine Flasche in die Windschutzscheibe eines ASF-Fahrzeugs geworfen und in die Tür getreten. Einige Wochen zuvor räumte ein Kollege morgens kurz nach 6 Uhr im Seepark den Bereich beim Forsthaus auf. „Es war noch dunkel, als er von hinten niedergeschlagen wurde“, erzählt Broglin. Der Mitarbeiter sei bewusstlos gewesen und in der Klinik gelegen.

  • Badische Zeitung – Angriffe auf Mitarbeiter der Freiburger Abfallwirtschaft häufen sich

Gewalt an der Tagesordnung

Auch Überfälle auf Mitarbeiter der ASF im Einsatz für eine saubere Stadt seien an der Tagesordnung. Auf dem Recyclinghof wurde ein Mitarbeiter mit einem Faustschlag im Gesicht verletzt, als er freundlich einen Bürger darauf hinwies, daß er den falschen Container nutzen wollte. Statt nun den richtigen Container zu nutzen – war die Antwort eine Faust ins Gesicht des Mitarbeiters.

Stadtreinigung immer nur zu zweit

Die ASF hat aus der massiven Gewalt gegen ihre Mitarbeiter die Konsequenzen gezogen – zukünftig wird kein Mitarbeiter mehr in kritischen Gegenden oder bei Dunkelheit allein arbeiten. Diese Massnahme geht zu Lasten aller Bürger – denn nun kann die ASF und ihre Mitarbeiter weniger Reinigungsleistung erbringen.

ASF – Dienst an der Gemeinschaft

Die Mitarbeiter der ASF kümmern sich täglich um die Sauberkeit der Straßen in Freiburg. Im Einsatz sind die Mitarbeiter auch im Winterdienst und auf den Recyclinghöfen. Damit leisten diese einen wichtigen und wertvollen Beitrag für die Menschen in Freiburg.