Polizei in Berlin ohne Winterjacken

Wer braucht schon eine Winterjacke? (Symbolbild)

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine bessere Ausstattung der Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes. Die Mitarbeiter hätten im Jahr ein Kleidergeld von 150 Euro für ihre Dienstkleidung. Eine wärmende Winterjacke mit Innenfutter kostet jedoch 250 EURO. Selbst wenn ein Objektschützer keine andere Arbeits- und Dienstkleidung benötigen würde, müsste er trotzdem einen Winter ohne Winterjacke in der Kälte arbeiten. Dieser Zeitraum verlängert sich natürlich – wenn Uniformhose, Dienstschuhe oder Uniformhemd ersetzt werden muss.

„Wir reden seit mehr als zwei Jahren über dieses Missverhältnis und passiert ist bis heute rein gar nichts. Dazwischen liegen zwei Winter, in denen meine Kolleginnen und Kollegen vor Botschaften und anderen Gebäuden standen und sich unter Garantie die eine oder andere Erkrankung zugezogen haben.“

  • Stephan Kelm – Vizevorsitzender der GdP Berlin

Die GdP fordert nicht nur eine Erhöhung des Budgets, sondern auch den Aufbau einer Kleiderkammer für die Berliner Polizei.

ZOS schützt mehr als 700 Einrichtungen in Berlin

Mehr als 1400 Mitarbeiter des Zentralen Objektschutz (ZOS) schützen mehr als 700 gefährdete Objekte in Berlin. Dazu gehören u.a. diplomatische Einrichtungen wie Botschaften und Residenzen. Auch der Schutz von Vertretungen der Bundesländer, Einrichtungen des Bundes und des Landes Berlin gehört zu seinem Aufgabenbereich. Je nach Gefährdungslage werden die Objekte bestreift oder durch einen Postendienst gesichert.