Anschlagsserie in Sachsen

Eplosion vor Bürgerbüro der AfD (Screenshots - Youtube)
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Blick in das zerstörte Bürgerbüro der AfD

Nach einem Brandanschlag auf den Bundesgerichtshof und einen Angriff auf ein Burschenschaftshaus in Leipzig, kam es erneut Sachsen zu einer Eskalation der Gewalt. In den Abendstunden gab vor dem Büro der AfD in Döbeln eine Explosion. Die Wucht der Explosion verwüstete den Eingangsbereich des Büros und richtete massiven Sachschaden bei parkenden Fahrzeugen und angrenzenden Gebäuden an. Anwohner berichteten von Schäden in ihren Wohnungen.

Nach Berichten von Augenzeugen wurde eine Person dabei beobachtet wie sie einen Gegenstand in einer Mülltonne deponierte. Die Person soll sich danach zügig vom Explosionsort entfernt haben und mit einem Fahrzeug geflüchtet sein. Angaben zu Verletzten gab es bisher keine.

Zeugen hätten zudem Berichtet, einen Mann gesehen zu haben, der etwas in die bereits erwähnte Mülltonne legte, bevor es zur Explosion kam und diese zerstört wurde. Die Täter sollen daraufhin in Richtung eines nahegelegenen Edeka-Parkplatzes gelaufen sein, wo sie angeblich in einen bereitstehenden Kombi sprangen älteren Fabrikats und sich in Richtung der Döbelner Nordstraße davon machten.

Update – 14:10 – Laut eines Berichts von N-TV wurden drei Tatverdächtige noch in der Nacht festgenohmen. Die mutmasslichen Täter sind 29, 32 und 50 Jahre alt.Update Ende

In Sachsen hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt Angriffe auf Parteibüros der AfD in verschiedenen Städten gegeben. Menschen kamen bislang nicht zu Schaden. Der Anschlag auf das AfD-Büro in Döbeln stellt nach Angaben des LKA „insofern eine Besonderheit dar, da durch die herbeigeführte Explosion die Schädigung von Menschen bewusst in Kauf genommen wurde“.
N-TV – Drei Festnahmen nach Anschlag auf AfD-Büro


Dritter Anschlag seit Jahresbeginn

Seit Silvester gab es bereits zwei weitere Anschläge in Sachsen. Dabei wurde ein Burschenschaftshaus und der Bundesgerichtshof in Leipzig angegriffen. Bei dem verübten Brandanschlag auf den Bundesgerichtshof zündeten die Täter Barrikaden an und beschädigten mehrere Einsatzfahrzeug der Polizei und Feuerwehr. Auf dem linken Szeneportal indymedia bekannten sich bereits Linksextremisten zu diesen beiden Anschlägen.