Immer mehr Regionen ohne Bahnanschluß

Stillgelegter Bahnhof (Symbolbild - Quelle Wikipedia unter CC BY-SA 3.0

Politiker aller Parteien fordern den Umstieg der Deutschen vom Auto auf die Bahn um das Klima zu retten. Doch in immer mehr Regionen wird der Bahnverkehr eingestellt, weil die Politik versagt. Für Bewohner dieser Regionen ist das Auto oft die einzige Möglichkeit die Kinder zur Schule zu bringen, einen Arzt zu erreichen, zum Einkauf und zur Arbeit zu kommen. Ohne Auto haben Bewohner dieser Regionen keine Möglichkeit notwendigste Wege zu erledigen – denn der öffentliche Nahverkehr wurde dort eingestellt. Die Deutsche Bahn hat in den vergangen 25 Jahren 16 Prozent (5.400 Kilometer) ihres Gesamtnetzes stillgelegt. Betroffen sind von den Stilllegungen vor allem dünn besiedelte Regionen.

Bahn sieht Politik in Verantwortung

Der Bahnkonzern verweist auf wirtschaftliche Zwänge und auf Verantwortung der Politiker. Für die Bestellung der Bahnstrecken im Nahverkehr seien die Bundesländer zuständig – die damit einen entscheidenden Einfluss auf den Erhalt einer unrentablen Bahnstrecke haben.

Staatskonzern Deutsche Bahn mit Milliardengewinnen

Der Bund ist zu 100% Eigentümer der Deutschen Bahn. 2017 stieg der Umsatz des staatseigenen Konzerns um 5,2 Prozent auf 42,7 Milliarden Euro und der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen um 10,6 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Auch für 2018 erwartet der Bahn und der Bund glänzende Wirtschaftszahlen – während immer mehr Bürger vergebens auf die Bahn warten müssen.