“refugeete” Kriminelle – nur einer war minderjährig

Beim Altersbetrug erwischt (Symbolbild)

2017 wurde Mannheim wie viele andere Städe in Deutschland von einer kriminellen Bande mit “refugeeten” Hintergrund heimgesucht. Wurden die Kriminellen aus Nordafrika von der Polizei geschnappt, gaben sie durchweg ein jugendliches Alter von elf bis 17 Jahren an. Sobald möglich entzogen sich die “refugeeten” Berufskriminellen dem Zugriff der Behörden und tauchten unter. Im Anschluss begingen diese weitere Straftaten. Nach aktuellen Stand befinden sich 50 der 70 Bandenmitglieder auf der Flucht vor der Polizei in Deutschland.

Überprüfung ergab – einer war Minderjährig

Im Zuge der Ermittlungen beantragten die Polizeibehörden über das Bundeskriminalamt ein Personenfeststellungsverfahren. Dieses ergab das 36 von 37 “refugeeten” Berufskriminellen nicht mehr minderjährig sondern volljährig sind. Bei weiteren 33 Personen steht die Antwort noch aus – jedoch ist mit einem ähnlichen Ergebnis zu rechnen.

In jedem Fall haben die Ergebnisse die Befürchtungen der größten Skeptiker bestätigt. In 36 von 37 Nachfragen hat das Verfahren zur Identitätsfeststellung ergeben, dass die angeblich minderjährigen Straftäter entgegen ihren eigenen Angaben längst erwachsen sind. Der Älteste der Betroffenen­, ein Marokkaner, der sich als Algerier ausgegeben hatte, ist 1990 geboren worden, nicht 2002, wie er selbst behauptet hatte. Der jüngste ist 18 Jahre. „Die meisten haben sich um mehrere Jahre jünger gemacht“, erklärt Norbert Schätzle.

Von den Beschuldigten sind mittlerweile 17 Personen in Haft und 50 Personen befinden sich derzeit auf der Flucht – diese sind zur Fahndung ausgeschrieben oder gelten “nur” als untergetaucht, da der Aufenthaltsort der Polizei nicht bekannt ist.