Italien kein Hafen für Menschenhändler und ihre Helfer

Übernahme der menschlichen Fracht auf dem Mittelmeer (Symbolbild - Quelle Wikipedia unter CC2.0)

Italien – kein Hafen für Menschenhändler und ihre Helfer
Der Italienische Innenminister Matteo Salvini bekräftigte die Schließung der Italienischen Häfen für Personen welche illegal nach Italien einreisen wollen. Damit bestätigt die italienische Koalitionsregierung aus Lega Nord und der Fünf-Sterne-Bewegung ihren harten Kurs Gegen Menschenhändler und ungebremster Massenzuwanderung.

Meine Antwort ist klar: Italiens Häfen sind zu. Für die Menschenhändler und ihre Helfer ist der Spaß vorbei“, schrieb Salvini auf Twitter.


Die spanische NGO „Pro Activa Open Arms“ ist mit drei Schiffen vor der Küste Libyens im Einsatz. Am Freitag hatte die NGO nach eigenen Angaben mehr als 300 Personen wenige Kilometer vor der lybischen Küste aufgenohmen – nach dem die Schleuserboote das offene Meer erreicht hatten.

Am Samstag beschwerte sich Pro Activa Open Arms per Twitter, daß trotz des nahenden Weihnachtsfestes keiner ihre Passagiere aufnehmen wollte. Malta habe es zudem abgelehnt, dem Schiff Proviant zur Verfügung zu stellen. Die deutsche NGO Sea-Eye startete unterdessen eine neue Mission im Mittelmeer. Das umgerüstete deutsche Forschungsschiff „Professor Albrecht Penck“ hatte am Freitag den Hafen von Algeciras in Richtung Libyen verlassen, hieß es. Die Besatzung besteht zum Teil aus ehemaligen Crew-Mitgliedern des Rettungsschiffs „Aquarius“, welches seine Mission Anfang Dezember eingestellt hatte, nach dem Panama der Auqarius die Flagge entzogen hatte. Die „Aquarius“ wurde von den NGOs SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen (MSF) betrieben. Nach Angaben der beiden Organisationen transportierten sie mit der „Aquarius“ mehr als 30.000 Menschen von der Küste Nord Afrikas nach Europa.