Alltag in Deutschland – Miete oder Essen?

Reicht es für Miete und Essen? (Symbolbild - Armut)

In Deutschland sinkt die Arbeitslosenquote seit Jahren – und immer weniger Menschen können von ihrer Arbeit leben. Die Gewinne der Unternehmen erreichen immer neue Höhen, die Steuereinnahmen sprudeln – doch für immer mehr Menschen lautet die Frage “Zahle ich meine Miete oder esse ich?”. Denn die Einkommen der einfachen Menschen und vor allem Rentner und Familien können immer weniger mit den explodierenden Mieten in Ballungsräumen mithalten.

Anstieg der Mieten in den letzten 10 Jahren

  • Berlin +104%
  • München +61%
  • Nürnberg +54%

Bezahlbarer Wohnraum wird zum Luxus

Mieterprotest gegen Umwandlung in Eigentumswohnungen (Karl-Marx-Allee – Berlin)

Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Denn Asylanten, Refugees, Armutsrentner, Alg2er usw. konkurrieren um den gleichen bezahlbaren Wohnraum. Ein Wohnraum der immer knapper wird, da in Deutschland der Staat massiv die Förderung von Sozialwohnungen reduziert hat und der Immobilienmarkt immer mehr zu Spielwiese von Immobilienheuschrecken und anonymen Immobilienfonds wird. Immobilienheuschrecken an die Kommunen in den letzten 10 Jahren den kommunalen und von Steuergeldern finanzierten Wohnraum zu Niedrigstpreisen verschleudert haben, statt dieses Volksvermögen zu bewahren und zu vermehren – damit jeder Deutsche eine bezahlbare Wohnung haben kann. Die Interessen des Kapitalmarktes waren wichtiger als ein Dach über den Kopf für das deutsche Volk.

Immer mehr Rentner und Kinder auf Tafel angewiesen

Der Anteil an Rentner bei den Besucher der Tafel hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Jeder Dritte (ca. 500.000) bei bei der Tafel ist ein Jugendlicher oder ein Kind. 1.500.000 Menschen sind auf die Tafel angewiesen um genug zu Essen zu haben. Deutschland ist ein reiches Land – doch die Armut wird für immer mehr Deutsche zum Alltag – und so fragen sie sich “Zahle ich Miete oder esse ich?”