Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

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5. und 6. August 2017 - Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki

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In Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki
Jedes Jahr wird an der Friedensglocke im Volkspark-Friedrichshain am 5. und 6. August den Opfer des Atombombenabwurfs auf die japanischen Städte Hiroshima (6. August) und Nagasaki (9. August) gedacht. Bei diesen Atombombenabwürfen handelte es sich um die bisher einzigen Einsätze von Atomwaffen. Die Städte wurden dabei komplett zerstört und ca. zweihunderttausend Menschen getötet. Die Anzahl der Menschen welche an den Spätfolgen der Atombomben bis erkrankten und ihr zum Opfer fielen beträgt mehrere hunderttausend. Mit dem Einsatz der USA wollten die USA die bedingungslose Kapitulation des japanischen Kaiserreichs erzwingen und ein Zeichen der Stärke gegen die UdSSR setzen

Nacht der Kerzen

Am Vorabend des 6. August findet immer die Nacht der Kerzen statt. Geschmückt wurde zu diesem Anlass die Friedensglocke mit Kerzen und Kranichgirlanden. Die Kraniche erinnern an die Geschichte von Sadako Sasaki – welche stellvertretend für alle Opfer des Atombombenabwurfs steht.

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Kranichgirlanden erinnern an die Opfer der Atomwaffen
Sadako Sasaki war zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs durch die USA am 6. August 1945 2½ Jahre alt und wuchs danach als scheinbar gesundes, athletisches Mädchen heran. Am 10. Januar 1955 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert, eine bei Überlebenden des Atombombenabwurfes häufig auftretende Krebserkrankung.

Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche (千羽鶴, Sembazuru) falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme. Sadako begann daraufhin, während ihres mehrmonatigen Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten. Nachdem sie innerhalb von weniger als einem Monat 1000 Kraniche fertiggestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit in der Hoffnung auf Heilung fort. Ihr Bruder Masahiro Sasaki spricht von insgesamt rund 1600 Kranichen, die Sadako bis zu ihrem Tod faltete.

Wikipedia – Sadoko Sasaki

In einer ruhigen und nachdenklichen Atmosphäre brachten die Anwesenden ihren Friedenswunsch zum Ausdruck. Und die Menschen sendeten mit einen mal leisen und mal lauten Glockenschlag an der Friedensglocke ihren Friedenswunsch in die Welt.

Fotoimpression von der „Nacht der Kerzen

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72. Jahrestag des Atombombenabwurfs

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Eröffnung der Gedenkzeremonie durch Mitglieder der japanischen Gemeinde mit 6 Glockenschlägen der Friedensglocke
Am 6. August 2017 dem 72. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima wurde die Gedenkveranstaltung mit 6 Glockenschlägen durch Mitglieder der japanischen Gemeinde in Berlin eröffnet.

Die Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) äußerte sich sketipsch zur Verwirklichung einer atomwaffenfreien Welt. Verhindert würden dies u.a. durch Trump, Putin und durch die aktuellen Erfolge der Rechtspopulisten. In einer rhetorischen „Meisterleistung“ schaffte sie es auch die Massenzuwanderung durch „Flüchtlinge“ mit den Atombombenabwürfen zu verbinden.

Atomwaffen ein Verbrechen an der Menschheit

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Lukas Wirl von der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative
Lukas Wirl von der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative fand in seinen Redebeitrag angemessenere Worte. Die Geschichte der Atomwaffen bezeichnete er als „Verbrechen an der Menschheit“ dem hunderttausende von Menschen weltweit zum Opfer fielen. Die geschah nicht nur durch den Abwurf der Atombomben sondern auch durch mehr als 2000 Atomwaffentests durch die Atommächte. Die Spätfolgen wie Krankheiten sind bis heute nicht abschätzbar. Zivile und militärische Nutzung der Atomkraft sind für ihn zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Bundesregierung als „Schoßhund“ der USA hätte es bis heute versäumt sich klar für ein atomwaffenfreies Deutschland zu positionieren und so einen Beitrag für eine atomwaffenfreie Welt zu leisten.

Grußwort des Bürgermeisters von Hiroshima

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budhistisches Friedensgebet
Der Bürgermeister von Hiroshima sandte dem Gedenken ein Grußwort. In diesem verurteilte und Atomwaffen als das absolute Böse. Er rief die Menschen dazu auf ihren Beitrag zu leisten, damit die Welt endlich von Atomwaffen befreit wird.

Mit einem budhistischen Friedensgebet durch Vertreter der japanischen Gemeinde fand die Gedenkveranstaltung einen würdevollen Abschluß. Als Zeichen des Friedens und gegen jede Form der Nutzung von Atomkraft ließen die Anwesenden noch Luftballons mit der Friedenstaube steigen.

Fotoimpressionen vom Gednken an Hiroshima

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