ein Leben in Arbeit – Armut zur Rente




Deutschland ist ein reiches Land und den Menschen geht es gut – so lautet das Mantra der Bundestagsparteien, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften. Doch wie reich ist ein Land wirklich, wenn Menschen die ihr Leben lang gearbeitet haben am Ende in Armut leben müssen? Bedeutet soziale Gerechtigkeit nur, daß jeder die Chance auf Armut hat?Lioba B. hat ihr Leben lang fleissig gearbeitet, zwei Kinder groß gezogen und wie viele Menschen geglaubt so alles richtig gemacht zu haben. Hat in 43 Jahren Arbeitsleben auf die Versprechungen der wechselnden Regierungsparteinen von SPD, Grüne, FDP und CDU vertraut die lauteten „Die Rente ist sicher“, „Niemand wird es schlechter gehen“, „Arbeiten lohnt sich“ usw. – doch wie sieht das Leben der heute 75 jährigen wirklich aus? Eine kleine Rente unter der Armutsgrenze ist Dank und Lohn dafür. 832 Euro und 95 Cent beträgt ihre monatliche Rente .

Sobald die Rente auf dem Konto ist heißt es erst einmal Miete (335 Euro) und sonstige Fixkosten bezahlen – übrig bleiben dann 380,95 Euro im Monat für Essen, Kleidung, Medikamente, Fahrkarte und alles andere. Eine Weltreise oder Kreuzfahrt wie Rentner ihn im Fernsehen machen wird bei solche finanziellen Möglichkeiten wohl nur ein Traum bleiben. Selbst ein Besuch im Theater, Tierpark, Kino oder andere kleine Freuden sind so ein unbezahlbarer Luxus. Eine „Kleinigkeit“ wie ein Kaffeeklatsch im Kaffee mit Freunden? Wenn man wie Oma Lioba nur 12,80€ am Tag hat nur schwer verwirklichbar. Die Waschmaschine kaputt? Dann muss Oma Lioba sich etwas einfallen lassen – denn eine Waschmaschinenreperatur ist in der Rente nicht vorgesehen.

Oma Lioba ist kein Einzelfall – denn alleine in München leben mehr als 15.000 Senioren unterhalb der Armutsgrenze. 15.000 Senioren die alles richtig im Leben gemacht haben – und nun am Ende ihres Lebens in Armut enden. Wie viele diese Rentner zur Suppenküche gehen müssen, Flaschen sammeln oder ähnliches zählt keine Statistik – denn für die Systemlinge sind sie nur noch ein Kostenfaktor ohne Nutzen für die Gewinne der Bankster.

Wären diese Rentner Bundestagsabgeordnete geworden, statt fleissig zu arbeiten – dann würden sie ab Juli eine monatlich Diät von 9542 Euro erhalten und könnten sich bereits nach einem Jahren rumsitzen und palavern über eine Pension freuen, die ein Seniorenleben wie im Fernsehen ermöglicht.

Würde man die Bankster, Bundestagsabgeordneten und -parteien fragen wer denn verantwortlich ist, daß Menschen trotz eines arbeitsreichen Lebens ihren Lebensabend in Armut verbringen müssen – dann würden diese alle mit dem Finger auf andere zeigen. Und behaupten sie haben alle keine Schuld daran und würden es natürlich sofort ändern, wenn sie könnten – schon seltsam daß sie es nie tun, wenn in der Regierung sind.

Wie reich ist eine Gesellschaft die sich Rentner in Armut leisten kann? Wie glaubwürdig Versprechungen der Systemlinge und ihrer Parteien von „sozialer Gerechtigkeit“ – wenn dies nur bedeutet, daß jeder in Armut leben kann?

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